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Trennungsfamilien im internationalen Vergleich - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2020/21 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen
Einrichtung :
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften

Einrichtung :
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 16:00 bis 18:00 wöch. 05.11.2020 bis 11.02.2021          20 E-Learning
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Brocker, Sven Alexander
Module
Modul 5: Schwerpunktmodul I + II
Zuordnung zu Einrichtungen
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften
Inhalt
Kommentar

Empirische Ergebnisse zeigen, dass Kinder aus Trennungs- bzw. Scheidungsfamilien in verschiedenen Lebensbereichen (z.B. Bildung sowie physischer und psychischer Gesundheit) mehr Schwierigkeiten haben als Kinder aus Kernfamilien. Der Anteil getrennter Familien mit minderjährigen Kindern liegt derzeit bei etwa 30%.
Ein regelmäßiger Kontakt zu beiden Elternteilen kann negative Trennungsfolgen abschwächen, da ein Verlust an emotionalen, sozialen sowie finanziellen Ressourcen minimiert wird. Über die optimale Ausgestaltung der Familienarrangements besteht jedoch kein allgemeiner Konsens; etliche Jahrzehnte war das sogenannte Residenzmodell vorherrschend, bei welchem Kinder vorwiegend bei einem Elternteil leben und von diesem betreut werden (in der Regel die Mutter).
Ein alternatives Familienmodell elterlicher Verantwortung ist das sogenannte Wechselmodell (shared residence oder auch joint physical custody), bei dem Kinder mindestens ein Drittel bis zur Hälfte der Zeit bei Mutter und Vater leben.
Die Datenlage zum Wohlbefinden von Eltern und Kindern, die dieses Modell praktizieren, ist bislang uneinheitlich, obschon etliche Studien von leicht besseren Outcomes auf mehreren Indikatoren im Vergleich zum Residenzmodell berichten. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass ein solch emotionales Thema auch im wissenschaftlichen Diskurs bisweilen ideologisch geprägt ist.

Im Rahmen des Seminars wird der internationale Stand der Forschung für eine Vielzahl an Ländern verglichen (unter anderem Deutschland, Belgien, die Niederlande, die USA, Skandinavien, Australien). Ein Fokus hierbei liegt auf den jeweiligen länderspezifischen Datenerhebungen. Es wird betrachtet, inwieweit sich die Länder hinsichtlich der Prävalenz und berichteten Ergebnisse ähneln bzw. unterscheiden, welche Fragen bislang ungeklärt sind, inwieweit Selektionseffekte für die Outcomes und Wahl des Familienarrangements eine Rolle spielen könnten und welche Empfehlungen sich aus dem aktuellen wissenschaftlichen Stand für die Familienpolitik oder Rechtspraxis ableiten lassen.

Durch die Auseinandersetzung mit internationalen Datenerhebungen (Surveys) und aktueller Fachliteratur sollen die Studierenden sowohl ihre methodischen Kenntnisse und ihr familiensoziologisches Wissen erweitern als auch Befunde und Schlussfolgerungen in diesem (teils ideologischen) Diskurs kritisch reflektieren.

Die Prüfungsleistung besteht aus einer abschließenden mündlichen Prüfung.
Es wird von den Studierenden erwartet, englische Fachliteratur zu lesen sowie zu einem zugewiesenen Thema eine Aufbereitungsaufgabe zu übernehmen.

Bemerkung

An international comparison of separated families

Die Zugangsdaten zur Online-Lehre werden per Email mitgeteilt.


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2020/21 , Aktuelles Semester: SoSe 2024