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Die Europäische Union verstehen und unterrichten - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 30
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen Anmeldung MA Lehramt Wirtschaft und Politik    17.03.2026 09:00:00 - 24.03.2026 18:00:00   
Einrichtung :
Gesellschaftswissenschaften
Abmeldung MA Lehramt Wirtschaft und Politik    24.03.2026 18:01:00 - 24.07.2026 23:59:00    aktuell
Einrichtung :
Gesellschaftswissenschaften
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Do. 12:00 bis 16:00 14-tgl. von 23.04.2026  T03R - T03 R02 D81       Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Hoppe, Alex , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Gesellschaftswissenschaften
Inhalt
Kommentar

Wie funktioniert die Europäische Union als politisches System – und wie lässt sich dieses Thema im Unterricht vermitteln? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in diesem Seminar. Im inhaltlichen Kern stehen die EU als Mehrebenensystem und ihre politischen Prozesse. Wie werden Entscheidungen getroffen? Welche Akteur:innen haben Einfluss – und welche nicht? Welche Rolle spielen die Mitgliedsstaaten in der EU? Wie partizipieren Bürger:innen? Wie wird EU-Gesetzgebung beschlossen und welche Akteur:innen dürfen (nicht) mitentscheiden?

Dies sind die zentralen inhaltlichen Fragen, die wir im Seminar stellen und beantworten wollen. Grundlage ist die Annahme, dass für ein wirkliches Verständnis der Europäischen Union als politischem System die Kenntnis von Institutionen und ihrer Aufgaben nicht ausreicht. Die realen politischen Prozesse weichen insbesondere im europäischen Kontext häufig von den rechtlich festgelegten Rahmenbedingungen ab. Daher ermöglicht uns der Fokus auf politische Prozesse ein viel genaueres Bild der EU als politischem System. Die zentralen Prozesse, auf die wir uns konzentrieren werden, sind:

(1) die Mitwirkung und Interessenvertretung der einzelnen Mitgliedstaaten,

(2) die Partizipation der Bürger:innen (nicht nur, aber vor allem durch Wahlen zum Europäischen Parlament),

(3) Interessenvertretung und Lobbying 

(4) Gesetzgebungsprozesse.

Das Verständnis der politischen Prozesse der EU ist im Lehramtsstudium kein reiner Selbstzweck. Schließlich sollen die Studierenden in Zukunft in der Lage sein, die Grundlagen der EU im Unterricht zu vermitteln. Der inhaltliche Fokus des Seminars soll die Studierenden dazu befähigen. Zum anderen wollen wir uns aber auch ganz konkret mit der Frage beschäftigen, wie der Unterricht zum Thema EU aussehen kann und sollte. Daher sind alle Sitzungen zweigeteilt. In der ersten Hälfte setzen wir uns politikwissenschaftlich mit dem jeweiligen Thema der Woche auseinander. In der zweiten Hälfte fokussieren wir didaktische Fragen: Wie wird die EU heutzutage (etwa in Schulbüchern) vermittelt? Wie können Schüler:innen dazu befähigt werden, in diesem System demokratisch mitzuwirken? Wie können politische Prozesse didaktisch aufbereitet werden, etwa in Planspielen und Simulationen? Und wie wird man der Komplexität des Systems gerecht, ohne Schüler:innen zu überfordern? Die fachdidaktische Auseinandersetzung mit den Inhalten des Kurses ist dabei kein gelegentliches Beiwerk, sondern fester Bestandteil des Kurses, was sich auch in der Prüfungsleistung widerspiegelt. Auf diese Weise verbinden wir die inhaltlichen Themen des Seminars strukturell mit der zukünftigen beruflichen Realität der Studierenden.

Am Ende dieses Seminars sollten die Studierenden

1)    Die EU als Mehrebenensystem verstehen

2)    Zentrale Konzepte der politikwissenschaftlichen Betrachtung der EU (Integrationstheorien, Second-Order-These, Multi-Level Governance) auf konkrete Fallbeispiele anwenden können

3)    Akteurskonstellationen und politische Prozesse (Beteiligung, Interessenvertretung, Gesetzgebung) der EU analysieren können

4)    Die EU und einzelne Prozesse normativ bewerten können

5)    Fachdidaktische Fragen und Inhalte vor dem Hintergrund der erlangten Kenntnis diskutieren und bewerten können

6)    Eine politikwissenschaftliche Fragestellung zur EU selbstständig entwickeln, beantworten und auf ein didaktisches Instrument übertragen können.

 

 

Bemerkung

Der Kurs findet zweiwöchentlich für dreieinhalb Stunden statt (12:15-15:45) statt. 

 

Leistungsnachweis

Die Prüfungsleistung ist eine Hausarbeit (20-25 Seiten), in der im ersten Teil eine Fragestellung zur EU innerhalb des Themenspektrums dieses Seminars selbstständig entwickelt und beantwortet wird. Der zweite Teil widmet sich einer fachdidaktischen Frage. Hier können die Studierenden auswählen, ob sie (1) vor dem Hintergrund der inhaltlichen Frage der Hausarbeit existierendes Unterrichtsmaterial analyiseren und bewerten oder (2) eigenes Material oder Unterrichtseinheiten entwerfen. 


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 4 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: