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Literaturwissenschaft II: Medienkulturwissenschaft - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    16.03.2026 - 22.05.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: G1 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mi. 16:00 bis 18:00 wöch. R11T - R11 T04 C84   Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Fascism: Literature, Film, Propaganda (COIL-Seminar mit Prof. Priscilla Layne, University of North Carolina at Chapel Hill)   30 Präsenzveranstaltung
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Mi. 15:00 bis 16:00 wöch. 13.05.2026 bis 27.05.2026  R11T - R11 T04 C84   Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Fascism: Literature, Film, Propaganda (COIL-Seminar mit Prof. Priscilla Layne, University of North Carolina at Chapel Hill)   30 Präsenzveranstaltung
Gruppe G1:
 
Termine Gruppe: G2 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Di. 16:00 bis 18:00 wöch. R11T - R11 T03 C93   Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Tonger-Erk: Der koloniale Blick. Literarische Rassediskurse um 1800   30 Präsenzveranstaltung
Gruppe G2:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Tonger-Erk, Lily , Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

Gruppe 1: Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Fascism: Literature, Film, Propaganda (COIL-Seminar mit Prof. Priscilla Layne, University of North Carolina at Chapel Hill)

Online Intensiv-Phase: 13.5., 20.5., 27.5.: 15-18 Uhr, Co-Teaching mit USA

 Der Begriff des Faschismus ist erneut hochaktuell – sowohl in Deutschland als auch in den USA. In politischen Debatten, medialen Diskursen und künstlerischen Auseinandersetzungen wird er neu verhandelt, zugespitzt und nicht selten strategisch instrumentalisiert. Das deutsch-amerikanische Co-Teaching-Seminar nimmt diese gegenwärtige Konjunktur des Faschismusbegriffs zum Anlass, seine historischen, theoretischen, ästhetischen und medialen Grundlagen ebenso wie seine aktuellen Bezüge kritisch zu analysieren.

Zu Beginn erarbeiten wir uns – in deutscher Sprache und im Präsenzformat – zentrale Positionen der Faschismusforschung sowie historische Grundlagen. Darauf aufbauend untersuchen wir in drei gemeinsamen Online-Doppelsitzungen mit einem German-Studies-Seminar der University of North Carolina zentrale Beispiele faschistischer Propaganda in Rede und Film: Joseph Goebbels' Sportpalast-Rede (1943), Leni Riefenstahls NS-Propagandafilm Triumph des Willens (1935) sowie Veit Harlans antisemitischen Spielfilm Jud Süß (1940). Anschließend wenden wir uns literarischen Texten zu, die sich kritisch mit der Rolle von Kunst und Künstlern unter den Bedingungen faschistischer Herrschaft auseinandersetzen. Gelesen werden Klaus Manns Mephisto. Roman einer Karriere (1936) sowie Daniel Kehlmanns jüngster Roman Lichtspiel (2023). Beide Texte verhandeln die Frage, inwiefern sich politische und moralische Integrität innerhalb einer faschistischen Diktatur bewahren lässt. Die anhaltende Brisanz dieser Frage zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Kehlmanns Lichtspiel 2025 von der New York Times zu den besten Romanen des Jahres gezählt wurde.

Die Arbeitssprachen des Seminars sind Deutsch und Englisch.

 Mi (15.4.-6.5.), 16-18 Uhr: Reguläre Sitzungen in Präsenz

Mi (13.5., 20.5., 27.5.), 15-18 Uhr: Online-Doppelsitzungen im Co-Teaching mit USA

Mi (3.5.-17.6.), 16-18 Uhr: Reguläre Sitzungen in Präsenz

 Zur Anschaffung:

Klaus Mann: Mephisto. Roman einer Karriere. Mit einem Nachwort von Michael Töteberg Hamburg: Rowohlt Verlag 2019. ISBN-10:‎ 3499276860

Daniel Kehlmann: Lichtspiel. Roman. Hamburg: Rowohlt 2025. ISBN-10: 3499013452

 

Gruppe 2: Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Der koloniale Blick. Literarische Rassediskurse um 1800

Von Natur aus gibt es keine ‚Rassen‘, weder Schwarze noch weiße Menschen. Dass das Konzept der Rasse das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung darstellt, ist heute wissenschaftlicher Konsens in Biologie, Zoologie und Genetik („Jenaer Erklärung“). In anthropologischen, physiognomischen und literarischen Texten des 18. Jahrhunderts lässt sich hingegen beobachten, wie die Menschheit in verschiedenfarbige ‚Rassen‘ eingeteilt wird, wie diese mit vermeintlich natürlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen verknüpft und daraus angeblich höher und tiefer stehende, aber auch ästhetisch ‚schönere‘ und ‚hässlichere‘ Menschengruppe abgeleitet werden. Die Konstruktion von ‚Rassen‘ dient nicht zuletzt der Legitimation von Kolonialisierung und Sklaverei. Im Seminar vollziehen wir diesen Konstruktionsprozess kritisch nach, indem wir zum einen ‚rassentheoretische‘ Texte und zum anderen literarische Texte des späten 18. Jahrhunderts lesen, die sich mit dem Rassediskurs ihrer Zeit auseinandersetzen.

Gelesen werden neben theoretischen Texten von Lavater, Kant und Herder: Rathlef: Die Mohrinn zu Hamburg (1775), Friedrich Schiller: Die Räuber (1781), Kotzebue: Die Negersklaven (1796), Kleist: Die Verlobung in St. Domingo (1811).

Literatur Wegen Literatur beachten Sie bitte den Kommentar.
Bemerkung Zu Scheinbedingungen beachten Sie bitte den Kommentar.

Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 7 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Literatur II  - - - 1
Literatur II  - - - 2
Literatur II  - - - 6
Literatur II  - - - 7