Inhalte:
Eine wahre Geschichte – mit dieser Bezeichnung werden Bücher, Kinofilme oder Dokumentationen regelmäßig beworben. Dann liegt die Frage nahe: Stimmt das? Ist diese Geschichte wirklich wahr? Die Antwort lautet: Ja und nein. Denn Geschichten enthalten sowohl Wahrheit als auch Fiktion. Verbindet man Fakten so miteinander, dass sie einen verständlichen Zusammenhang ergeben, so ist zumindest dieser Zusammenhang Fiktion. Umgekehrt können erfundene Gegebenheiten so miteinander kombiniert werden, dass sie insgesamt eine Wahrheit ergeben. Somit ist das Geschichten Erzählen die Kunst, den Widerspruch zwischen Wahrheit und Fiktion aufzulösen.
Lernziele:
Ziel dieses Seminars ist es anhand theoretischer und praktischer Übungen, die verschiedenen Möglichkeiten des Storytellings zu erkennen und anzuwenden. Hierbei sollen dafür unterschiedliche Textsorten in den Blick genommen werden, die durch Storytelling geprägt werden (können). Es ist demnach nicht nur für AutorInnen interessant, sondern auch für alle, die sich mit Content-Creation im medialen Kontext beschäftigen möchten.
Dabei werden folgende Fragen zentral in den Blick genommen:
Wie ist das Verhältnis von Erzähler*in und Empfänger*in?
Wie bekomme ich einen klaren schriftlichen Ausdruck?
Welche Mittel gibt es, eine gute Geschichte zu erzählen?
Wie erkenne ich, dass in Texten Mittel des Storytelling angewendet werden?
Wie erzähle ich so, dass Menschen von meinen Geschichten fasziniert sind? |