G1: Mehrsprachige Diagnostik (Erkan Gürsoy)
Im Seminar werden Konzepte und Verfahren sprachlicher Diagnostik im Kontext von migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit behandelt. Dabei werden sowohl Ansätze betrachtet, die Sprachen als getrennte Systeme erfassen (monolingual-normorientierte Diagnostik), als auch diagnostische Verfahren und Perspektiven diskutiert, die migrationsgesellschaftliche Sprachvariation, Phänomene von Heritagesprachen, Code-Switching/Translanguaging usw. berücksichtigen (mehrsprachigkeitssensible Diagnostik). Ein besonderer Fokus liegt auf der reflexiven Auseinandersetzung mit sprachdiagnostischer Praxis im Spannungsfeld von Norm, Variation und sprachlicher Diversität.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars wird eine aktive Teilnahme an den Sitzungen vorausgesetzt, die sich auf die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die Beteiligung an Gesprächen und Diskussionen, die Beteiligung an Gruppenarbeiten sowie die Erarbeitung einer Studienleistung erstreckt.
G2: Analyse und Reflexion sprachbildender Unterrichtsszenarien und methodischer Ansätze (Caroline Böning)
In dem Seminar werden verschiedene Konzepte und Methoden für einen sprachbildenden Unterricht (z. B. Language Awareness, (Pädagogisches) Translanguaging oder Scaffolding) besprochen. Neben einer didaktischen (theoretischen) Auseinandersetzung liegt der Fokus auf der Analyse und Reflexion von konkreten sprachbildenden Unterrichtsszenarien (u. a. durch Unterrichtsvideos).
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars wird eine aktive Teilnahme an den Sitzungen vorausgesetzt, die sich auf die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die Beteiligung an Gesprächen und Diskussionen, die Beteiligung an Gruppenarbeiten sowie die Erarbeitung einer Studienleistung erstreckt.
G3: Lesen im (Fach-)Unterricht (Laura Di Venanzio): Das Seminar findet im SoSe 2026 nicht statt!
Das Seminar setzt sich mit Lesefähigkeiten einsprachiger und mehrsprachiger Schüler*innen auseinander und thematisiert im ersten Teil a) notwendige Teilfertigkeiten, die ein erfolgreiches Lesen im (Fach-)Unterricht überhaupt erst möglich machen, b) verschiedene Zusammenhänge zwischen diesen Teilfertigkeiten und bekannten Phänomenen im mehrsprachigen Spracherwerb und c) Verfahren zur Erfassung von Lesefähigkeiten. Letzteres schließt eine kritisch-reflexive Diskussion zur (diagnostischen) Bestimmung von Lesefähigkeiten in der schulischen Praxis mit ein.
Im zweiten Teil des Seminars werden Fachtexte aus Lehrbüchern unterschiedlicher Unterrichtsfächer hinsichtlich ihrer sprachlichen Merkmale und potenzieller Herausforderungen für den Leseprozess analysiert. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden anschließend verschiedene Strategien zur Textentlastung und Leseförderung (teilweise KI-gestützt) angewendet.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars wird eine aktive Teilnahme an den Sitzungen vorausgesetzt, die sich auf die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die Beteiligung an Gesprächen und Diskussionen, die Beteiligung an Gruppenarbeiten sowie die Erarbeitung einer Studienleistung erstreckt.
G4: Analyse und Bearbeitung von Lehr-Lernmaterial für sprachsensiblen Fachunterricht (Tobias Schroedler)
Sprachbildender bzw. sprachsensibler Unterricht ist in jedem Fach möglich und notwendig. Dieser Unterricht richtet sich prinzipiell an alle Schülerinnen und Schüler. Gerade angesichts der sprachlichen und kulturellen Heterogenität heutiger Lerngruppen erhält diese Thematik besondere Relevanz. In diesem Seminar sollen die Studierenden die Grundlagen des sprachsensiblen (Fach)Unterrichts kennenlernen und einen Überblick über die vorhandenen Materialien und Methoden in diesem Bereich erhalten. In der ersten Sitzung verschaffen wir uns ein Grundverständnis über Mehrsprachigkeit, den Zusammenhang von Migration, Mehrsprachigkeit und Bildungserfolg sowie über die Wichtigkeit von sprachsensiblem Fachunterricht. Anschließend lernen die TeilnehmerInnen welche Rolle Lehr-Lernmaterial im sprachsensiblen Fachunterricht spielt. Hierzu wird eine Auswahl von Theorien und später Methoden zur Analyse und Konzeption von sprachsensiblem Unterrichtsmaterial thematisiert. Mit Hilfe einschlägiger Literatur werden gemeinsam Möglichkeiten ergründet (potenzielle) sprachliche Hürden in digitalem und konventionellem Unterrichtsmaterial zu identifizieren, in bestehendem Material umzuarbeiten und in eigener Materialkonzeption zu vermeiden. Hierzu werden eigene Konzepte und Materialvorschläge erstellt, welche dann exemplarisch vorgestellt und kritisch diskutiert werden. Durch diese Kompetenzen sollen die Studierenden als angehende Lehrkräfte dazu befähigt werden Unterricht so zu gestalten, dass es zu einem sprachlich barrierefreien, besseren Verständnis auf Seiten aller SchülerInnen kommen kann.
Für den erfolgreichen Abschluss des Seminars wird eine aktive Teilnahme an den Sitzungen vorausgesetzt, die sich auf die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, die Beteiligung an Gesprächen und Diskussionen, die Beteiligung an Gruppenarbeiten sowie die Erarbeitung einer Studienleistung erstreckt.
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