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Hauptseminar: Spanische Literaturwissenschaft (für BA + MA): Transitional Justice in Lateinamerika und Spanien in Recht und Literatur: Fallstudien und Schlüsselbegriffe - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Hauptseminar Langtext
Veranstaltungsnummer 20500402 Kurztext S.Z.
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen 40 Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster Wahlzeit
Hyperlink https://www.uni-due.de/romanistik/personen_zepp-zwirner.php
Sprache mehrsprachig
Belegungsfristen allg. Anmeldephase    15.02.2026 - 31.03.2026   
Einrichtung :
Romanistik
2. Anmeldephase    18.04.2026 - 26.04.2026   
Einrichtung :
Romanistik
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Mi. 08:00 bis 10:00 wöch. von 15.04.2026  R11T - R11 T03 C35      
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Zepp-Zwirner, Susanne, Professorin, Dr.
Zielgruppen/Studiengänge
Zielgruppe/Studiengang Semester Pflichtkennzeichen
alle Studiengänge, alle Studiengänge/Studienfächer -
Zuordnung zu Einrichtungen
Romanistik
Inhalt
Kommentar

(7 Einführungssitzungen an der UDE)

Digitales Blockseminar am 1. & 2. Juni in Zoom (10 Sitzungen, am 1. Juni von 9:00 bis 18:00 h, am 2. Juni von 13:00-18:00 h).

Dieses Hauptseminar, das zugleich am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin als strafrechtliches Seminar konzipiert ist, entwickelt aus literatur- und rechtswissenschaftlicher Perspektive eine differenzierte Sichtweise auf den Umgang mit autoritären Regimen und die komplexen Dynamiken, wie das Recht den Übergang zur Demokratie begleiten kann (Transitional Justice). Kunst und Literatur kommt dabei eine besondere Rolle zu. Das Seminar wird sich mit der Frage beschäftigen, wie Übergangsjustiz in Lateinamerika und Spanien umgesetzt oder eben nicht umgesetzt wurde. In vielen Ländern Lateinamerikas sowie in Spanien war die juristische Aufarbeitung von Verbrechen autoritärer Regime lange Zeit ein versäumter Prozess.

Das Seminar wird für die Studierenden der UDE zunächst wöchentlich stattfinden. In sieben Sitzungen in Präsenz werden die Studierenden mit dem Gegenstand und den Referatsthemen vertraut gemacht. Das Hauptseminar wird dann in Form eines digitalen Blockseminars am 1. & 2. Juni 2026 den Fokus auf die Diskussion studentischer Präsentationen legen, die in der Zeit zwischen den Einführungssitzungen und dem Blockseminar erarbeitet und bis zum 29. Mai 2026 eingereicht werden.

Das Blockseminar bündelt 10 Sitzungen am 1. Juni von 9:00 bis 18:00 h, am 2. Juni von 13:00-18:00 h. Wenn Sie zu diesen Daten und Zeiten nicht vollständig dabei sein können, wählen Sie bitte ein anderes Hauptseminar Spanisch.

Ein besonderes Augenmerk des Seminars wird auf der Rolle von Literatur und künstlerischen Interventionen liegen, die in diesen Prozessen eine zentrale Funktion innehaben. In Übergangsprozessen können die Künste maßgeblich dazu beitragen, Verbrechen einer gewaltsamen Vergangenheit in den Blick zu rücken, indem sie Vorgänge offenlegen, die zuvor geheim oder nur wenigen bekannt waren, und Verantwortung für begangene Verbrechen benennen. Im Seminar werden wir dies anhand ausgewählter Fallbeispiele diskutieren, darunter Argentinien (Wahrheitskommission CONADEP), Chile (Wahrheitskommission 1990, Valech-Kommission 2004), Paraguay (Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission 2003-2008), Brasilien (Wahrheitskommission 2011-2014), Peru (Wahrheits- und Versöhnungskommission seit 2001), Kolumbien (Jurisdicción Especial para la Paz, JEP) und Guatemala (Comisión para el Esclarecimiento Histórico).

Noch vor Semesterbeginn wird ein digitaler Kurs zum Hauptseminar auf der Plattform moodle eingerichtet. Dort werden der Verlaufsplan des Seminars angezeigt und sämtliche Textauszüge und weiterführende Literatur zur Verfügung gestellt. Die sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Vorlesung mit Hilfe dieses Materials begünstigt die erfolgreiche Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung.

Literatur: • Anja Titze, „Transitional Justice in Lateinamerika: Die Arbeit regionaler Instanzen bei der Aufarbeitung von Systemunrecht“. In: A. Mihr, G. Pickel, S. Pickel (Hg) Handbuch Transitional Justice. Wiesbaden: 2018, 409-429. • José Antonio Pérez Juan, “The Amnesty Measures of the Spanish Transition”, in: I. Czeguhn and Jan Thiessen, Dictatorship, Democracy, and Transitional Justice in Global Legal History, Berlin 2023, 91-104.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 9 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
Auslandsmodul (5. FS)  - - - 7