Gruppe G1: Thomas Bartz:
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen (inkl. 3 ECTS Inklusion)
Neben dem Lesen, Zuhören, Schreiben und Sprechen gehört die Reflexion über Sprache und ihre Grammatik zu den zentralen Kompetenzbereichen des Deutschunterrichts. Sprachliche Reflexions- und Urteilskompetenz stellt zugleich eine wichtige Voraussetzung für die Kompetenzentwicklung in den übrigen Lernbereichen dar. Trotzdem sind grammatische Themen in der Unterrichtspraxis der Sekundarstufe eher unterrepräsentiert und bei Schüler/-innen wie Lehrkräften unbeliebt. In diesem Seminar erkunden, entwickeln und erproben Sie Modelle der Reflexion über Sprache und Grammatik für den Deutschunterricht, bei denen die Einsichten in die Strukturen der Sprache und ihre Funktionen im Modus des entdeckenden bzw. handlungs- und produktionsorientierten Lernens gewonnen werden. Dabei werden Bedingungen und Chancen des gemeinsamen Lernens im inklusiven Deutschunterricht ebenso berücksichtigt wie Möglichkeiten und Grenzen interaktiver digitale Formate.
Dieses Seminar findet in Präsenz statt und sieht neben Lernstationen die gemeinsame Arbeit im Plenum vor. Die Lernstationen werden in Kleingruppen bearbeitet; seminarbegleitend im Moodle-Kursraum bereitgestellte Materialien ermöglichen Ihnen das vernetzte Arbeiten in den Gruppen sowie in Ihrem eigenen Lerntempo.
Gruppe G2: Ilka Fladung:
Fachliche und sprachdidaktische Perspektiven auf Sprachliche Teilhabe (inkl. 3 ECTS Inklusion)
Sprache ist ein wesentliches Element von Interaktion und Begegnung. Gleichzeitig werden Sprachen und sprachliche Zuschreibungen auch genutzt, um andere auszuschließen und zu diskriminieren. In diesem Seminar beshäftigen wir uns mit Ein- und Ausschlüssen und Möglichkeiten der Teilhabe - und den sprachlichen Mitteln, mit denen diese umgesetzt werden. In diesem Format wollen wir gleichzeitig auch bearbeiten, wie Teilhabe als Thema sprachdidaktisch eingesetzt werden kann und wie Spracherleben als Lerngelegenheit genutzt werden kann.
Dieses Seminar lebt von Ihrer aktiven Mitarbeit und der Bereitschaft zum Schreiben eigener Texte und kurzer Reflexionen.
Dieses Seminar und das Seminar von Judith Purkarthofer am Mittwoch (8-10) wurden gemeinsam konzipiert. Besuchen Sie daher bitte nur eines der beiden Seminare.
Gruppe G3: Markus Grzella:
Mündliche Kommunikation im Deutschunterricht (inkl. 3 ECTS Inklusion)
Mündliche Kommunikation stellt einen wesentlichen Bestandteil unterrichtlicher Praxis dar. In Unterrichtsgesprächen, Gruppenarbeiten oder Präsentationen beteiligen sich Schüler:innen und erklären, argumentieren oder erzählen mündlich. Weitet man den Blick aufs Berufskolleg, so sieht man im Fach Deutsch/Kommunikation zusätzlich noch die berufliche Kommunikation in beispielsweise Verkaufsgesprächen als einen weiteren Aspekt.
Kommunikation wird aber nur selten zum eigentlichen Unterrichtsgegenstand gemacht. Wie können Schüler:innen gefördert werden, wenn sie mündlich erzählen? Wie kann eine Argumentationskompetenz ausgebaut werden? Wie kann Mündlichkeit abseits von Rollenspielen im Berufskolleg behandelt werden?
Das Seminar befasst sich mit der Frage, wie mündliche Diskursgattungen wie das Erzählen, das Argumentieren oder das Erklären (Quasthoff) im Unterricht eingesetzt und gefördert werden können und berücksichtigt dabei auch, wie ein analytischer Blick auf Mündlichkeit Anlass für eine Auseinandersetzung mit eigenen kommunikativen Fähigkeiten sein kann.
Gruppe G4 | Mittwoch 8-10: Prof. Dr. Michael Beißwenger & Dr. Liane Schüller:
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen: Literarische Sprache
In diesem Seminar wollen wir die Perspektive der Sprachdidaktik und der Literaturdidaktik – auch mit Blick auf Gegenstände der Linguistik und Literaturwissenschaft – zusammenführen. Dazu werden wir an konkreten Textbeispielen eine didaktische Perspektive auf die Auseinandersetzung mit literarischen Texten und literarischer Sprache im Deutschunterricht entwickeln, in der die beiden Kompetenzfelder Untersuchung von Sprache und Auseinandersetzung mit literarischen Texten aufeinander bezogen und verknüpft werden.
Anhand ausgewählter Textbeispiele aus unterschiedlichen literarischen Gattungen werden wir uns mit Merkmalen literarischer Sprache auseinandersetzen. Dabei werden Funktionen und Wirkungen literarischer und sprachlicher Gestaltungsentscheidungen auf unterschiedlichen Ebenen – mit Blick auf Aspekte von Poezität und Literarizität, aber auch Graphie, Lexik, Syntax, sprachlicher Variation und Textgliederung – unter der Perspektive der Kommunikation zwischen Autor:in und Leser:in betrachtet.
Eine in das Seminar integrierte Literarische Schreibwerkstatt eröffnet den Teilnehmenden die Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit Formen des kreativen, literarischen Schreibens und mit den Potenzialen einer darauf bezogenen Sprach- und Schreibreflexion zu sammeln und das Bewusstsein für Sprache als wesentlicher Bedeutungsträgerin von literarischen Texten weiter zu entwickeln. Davon ausgehend werden wir in den Seminarsitzungen didaktische Konzepte für die Einbindung verschiedener Methoden in den Deutschunterricht diskutieren.
Den Abschluss des Seminars bildet eine hochschulöffentliche Lesung im Café der Brücke, in deren Rahmen ausgewählte Ergebnisse aus der Werkstattarbeit einem interessierten Publikum vorgestellt werden.
Hinweis zur Workload:
Die Teilnahme an den Terminen der Literarischen Schreibwerkstatt ist Teil des Seminars und für den Erwerb der Studienleistung obligatorisch. Entsprechend werden die regulären Seminarsitzungen nicht wöchentlich, sondern zu acht Terminen im Semester stattfinden, die in der 1. Seminarsitzung bekannt gegeben werden.
Hinweis zur Anmeldung und zur Anrechenbarkeit:
Anmeldung: Mit Ihrer Bewerbung um einen Seminarplatz nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Termine der Schreibwerkstatt Teil des regulären Seminarprogramms sind. Wir gehen davon aus, dass Sie diese Termine fest in Ihren Semesterplan einplanen.
Anrechenbarkeit: Das Seminar findet fächervernetzend statt und kann entweder für den Teilbereich Sprachdidaktik oder für den Teilbereich Literaturdidaktik angerechnet werden. Die Anrechenbarkeit ergibt sich mit der Seminarzulassung.
- Wenn Sie das Seminar für den Bereich Sprachdidaktik anrechnen lassen möchten, bewerben Sie sich bitte um einen Seminarplatz im Seminar Sprache und Sprachgebrauch untersuchen: Literarische Sprache von Prof. Dr. Michael Beißwenger.
- Wenn Sie das Seminar für den Bereich Literaturdidaktik anrechnen lassen möchten, bewerben Sie sich bitte um einen Seminarplatz im Seminar Literarische Sprache im Deutschunterricht von Dr. Liane Schüller.
Die Sitzungen der beiden Seminare finden als gemeinsame Sitzungen statt.
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