Die Zusammenhänge zwischen Kultur und sozialer Ungleichheit beschäftigen das soziologische Denken seit seinen Anfängen. Ein zentraler Begriff ist in diesem Zusammenhang die "Distinktion". Im Rahmen des Seminars werden wir in einem ersten Teil den Bogen von klassischen Studien (etwa Thorstein Veblen und der Theorie der feinen Leute) über Pierre Bourdieu (zum klassenspezifischen Geschmack) hin zu zeitgenössischen Ansätzen spannen.
In einem zweiten Teil nähern wir uns der Distinktion anhand unterschiedlicher Forschungsfelder, etwa den Distinktionsbemühungen von Eltern, wie auch der Bildung als Mittel der Distinktion sowie dem (distinktiven) Kulturkonsum, etwa über Kleidung oder auch Ernährung. Der soziologische Grundbegriff "Distinktion" wird darüber als höchst relevant für die Soziologie der Bildung und Sozialisation eingeführt und diskutiert. |