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Inklusiver Deutschunterricht (inkl. Inklusion und Vorbereitung auf das forschende Lernen im Praxissemester) - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar/Übung Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    16.03.2026 - 22.05.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: G1 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mo. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch. von 13.04.2026  V15R - V15 R03 H82   Schmalenberg, Hendrik   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G1:
 
Termine Gruppe: G2 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mi. 12:00 bis 14:00 c.t. wöch. von 15.04.2026  R12V - R12 V05 D81   Bartz, Dr. Thomas   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G2:
 
Termine Gruppe: G3 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Di. 12:00 bis 14:00 c.t. wöch. 14.04.2026 bis 21.07.2026  T03R - T03 R02 D23   Dr. Jagdschian, Larissa; Dr. Fladung, Ilka T.   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G3:
 
Termine Gruppe: G4 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Di. 16:00 bis 18:00 c.t. wöch. 14.04.2026 bis 21.07.2026  R11T - R11 T04 C06   Dr. Böttcher, Philipp   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G4:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Böttcher, Philipp , Dr. verantwort
Jagdschian, Larissa Carolin , Dr. verantwort
Schmalenberg, Hendrik
Bartz, Thomas , Dr.
Fladung, Ilka T. , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar
  • Den Seminaren liegt jeweils ein Präsenzlehrekonzept zugrunde, bei dem derr gemeinsame Austausch eine wesentliche Rolle spielt. Wir möchten mit unseren Lehrveranstaltungen jedoch alle Studierenden erreichen. Falls Sie sich in einer studienerschwerenden Situation befinden und in Bezug auf Ihre Bedarfe unsere Unterstützung benötigen, dann melden Sie sich bitte so früh wie möglich bei uns (idealerweise einige Wochen vor Semesterbeginn), damit wir über Ihre Bedarfe sprechen und in unseren Veranstaltungen darauf eingehen können.
  • Die Modulabschlussprüfung erfolgt über die Klausur in der VO Fachdidaktik für die Grundschule! Bitte beachten Sie für Ihre Semesterplanung, dass deswegen der Prüfungszeitpunkt in der Prüfungswoche in diesem Zeitfenster (Do 14-16) liegt und nicht an die Veranstaltungstermine Ihres Seminars angebunden ist.
Literatur

Weitere Hinweise erhalten Sie zu Semesterbeginn in den jeweiligen Seminaren bzw. über die dazugehörigen Moodle-Kursräume.

Bemerkung

G1 (Schmalenberg): Selten hatte ein Begriff in gesamtgesellschaftlichen wie auch in allgemeindidaktischen Diskursen eine derartige Hochkonjunktur wie der Begriff der Inklusion. Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 und der damit einhergehenden Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen und bildungspolitischer Vorgaben für die Umsetzung schulischer Inklusion sehen sich die Fachdidaktiken mit der Herausforderung konfrontiert, Konzepte zur Realisierung des gemeinsamen Lernens zu entwickeln, zu erproben und kritisch zu reflektieren (vgl. Hochstadt/Olsen 2019, 8; Lipkowski/Schüller 2023, 7). Im Deutschunterricht gilt es daher, beispielsweise im Bereich des Schreibens Settings zu schaffen, in denen alle Kinder die Möglichkeit haben, schriftsprachliche Erfahrungen zu sammeln und entsprechende Kompetenzen auszubauen (vgl. Diroll et al. 2020).

Ausgehend von einem weiten Inklusionsverständnis (u. a. Bock 2019, 32) sollen Sie im Rahmen des Seminars einen ersten Einblick in Potenziale eines inklusiven Schreibunterrichts bekommen: Was ist eigentlich Schreibkompetenz? Wie diagnostiziere und fördere ich Schreibfähigkeiten? Wie gestalte ich inklusive Schreibarrangements? Einen Schwerpunkt bildet dabei das Konzept des individuell bedeutsamen Schreibens nach Leßmann (2025). Anhand authentischer Beispiele erproben und reflektieren Sie zudem erste Teile einer schriftlichen Unterrichtsplanung (u. a. Verlaufsplanung einer Stunde, Lernausgangslage) und entwickeln Ideen für mögliche Studienprojekte im Praxissemester.

Literatur:

Bock, Bettina M. (2019): Inklusion – sprachdidaktisch. Überlegungen zu Begriff und Diskurs, Einführungen und Erweiterungen. In: Didaktik Deutsch, Jg. 24, H. 47, 28-43.

Diroll, Celina/Claudia Müller-Brauers/Dorothee Meyer (2020): Inklusive Schreibdidaktik. https://www.kinderundjugendmedien.de/fachdidaktik/3768-inklusive-schreibdidaktik [Zugriff: 11.02.2026].

Hochstadt, Christiane/Ralph Olsen (2019): Deutschunterricht und Inklusion. In: Hochstadt, Christiane/Ralph Olsen (Hgg.): Handbuch Deutschunterricht und Inklusion. Weinheim [u. a.]: Beltz, 8-13.

Leßmann, Beate (2025): Schreiben eigener Texte. Wohin geht die Reise? Grundlegung. In: Leßmann, Beate (Hg.): Schreiben eigener Texte. Wohin geht die Reise? Perspektiven und Erfahrungen aus Unterricht, Schulentwicklung und Forschung. Frankfurt a. M.: Grundschulverband, 11-60.

Lipkowski, Eva/Liane Schüller (2023): Deutschunterricht und Inklusion. Lesen, Schreiben und Beeinträchtigungen der schriftlichen Kommunikation. Münster [u. a.]: Waxmann.

 

G2 (Bartz): Im Seminar befassen wir uns mit der Domäne Lesen und bearbeiten die Frage, wie im inklusiven Deutschunterricht der Grundschule Schüler/-innen beim Dekodieren von Wörtern und dem Textverstehen am besten begleitet sowie hinsichtlich ihrer Lesekompetenzen getestet und gefördert werden können. Weitere Hinweise, auch zu seminarrelevanter Literatur, erhalten Sie zu Semesterbeginn im Seminar bzw. über den zugehörigen Moodle-Kursraum.

 

G3 (Jagdschian und Fladung): Diese Seminargruppe wird im Co-Teaching geleitet. Inhaltlich stehen sprachdidaktische und literaturdidaktische Perspektiven auf einen inklusiven Literaturunterricht in der Grundschule im Fokus. Theoretische Grundlagen sollen mit möglichst praxisnahen Zugängen für einen inklusiven Lese- und Literaturunterricht verbunden werden. Im Verlauf des Semesters werden Sie auch Einblick in die Unterrichtsplanung (Sach-, didaktische und methodische Analyse) bekommen und Gelegenheit haben, erste Ideen für die Ausgestaltung von Praxissemester-Studienprojekten zu generieren. Basislektüre für den Kurs ist der Kinderroman "Wunder" von Raquel J. Palacio. Bitte schaffen Sie sich den Text zur 1. Sitzung an. 

Literatudidaktische Perspektive: Inklusion nimmt sukzessive Einfluss auf die Bedingungen der Gestaltung von Unterricht (vgl. dazu von Brand/Brandl 2017). Betrachtet man Aspekte von Inklusion aus einer machtkritischen bzw. diversitätssensiblen Perspektive, so werden im Umgang mit Literatur neben der Differenzkategorie disability auch weitere Kategorien wie race, gender und class kritisch aufgedeckt, mit dem Ziel, gesellschaftliche Bedingungen der Exklusion zu dekonstruieren. An diesem Punkt setzen wir im Seminar an. Am Beispiel ausgewählter aktueller sowie historischer Bilderbücher diskutieren Sie, welche Potentiale sie aufweisen. 

Sprachdidaktische Perspektive: Die Seminarsitzungen sind entlang der zentralen professionellen Praktiken von Lehrkräften im inklusiven Unterricht strukturiert ("Core practices",vgl. bspw. Grossman, Hammerness & McDonald, 2009): (1) Identifizieren schülerseitiger Voraussetzungen und Ressourcen, (2) Ableiten individueller und gemeinsamer Lern- und Förderziele, (3) Schaffen adaptiver Lernumgebungen und (4) Anstoßen, Steuern und Begleiten von Lernprozessen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Deutschunterricht die Aneignung der ‚technischen‘ Seite des Dekodierens von Wörtern und des Textverstehens am besten unterstützen kann, vor allem für leseschwache Schüler:innen (Rosebrock et al., 2017).

Literatur

Bock, B. (2019): Inklusion – sprachdidaktisch. Überlegungen zu Begriff und Diskurs, Einführungen und Erweiterungen. In: Didaktik Deutsch, Jg. 24, H. 47, 28–43.

Rosebrock, C. & Nix, D. (2017): Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung. Schneider Hohengehren.

Brand, T. von & Brandl, F.,. (2017): Deutschunterricht in heterogenen Lerngruppen : Individualisierung - Differenzierung - Inklusion in den Sekundarstufen. Klett.

Grossman, P., Hammerness, K., & McDonald, M. (2009): Redefining teaching, re-imagining teacher education. In: Teachers and Teaching: Theory and Practice, 15 (2), 273–289.

 

G4 (Böttcher): ‚Inklusion‘ und die damit verbundenen bildungspolitischen Vorgaben gehören zu den zentralen gegenwärtigen Herausforderungen der Literaturdidaktik. Das Seminar bietet eine Einführung in einen inklusiven und diversitätssensiblen Literaturunterricht. Mit Fokus auf die Kinder- und Jugendliteratur und den Perspektiven eines weiten Inklusionsverständnisses folgend setzen wir uns mit theoretischen Debatten um die Inklusions- und Diversitätsdidaktik ebenso auseinander wie mit literaturhistorischen Entwicklungen und aktuellen literarischen Beispielen. Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft zu umfangreicher Lektüre und regelmäßiger Mitarbeit voraus.


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Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: