Im Seminar befassen wir uns zunächst mit charakteristischen Eigenschaften der Mündlichkeit, bevor wir uns aktuellen Sprachwandelphänomenen in der gesprochenen Sprache widmen und der Frage, was den beobachteten Sprachwandel motiviert. Dabei geht es z.B. um die Entstehung von Interjektionen oder Diskursmarkern aus konventionalisierten Anreden (z.B. Alter, wie geht‘s? à ALTA!), um in der Jugendsprache neu entstehenden Intensiveren (z.B. Das schmeckt übelst gut.) sowie rezent entlehnten Adjektiven (Das ist nice/baba!). Wir betrachten für die Mündlichkeit typische Verbformen wie die sog. rheinische Verlaufsform (z.B. Sie ist am warten) oder das sog. Doppelperfekt (Sie hat gesagt gehabt) und ihre regionale Verteilung.
Das Seminar ist stark forschungsorientiert konzipiert. D.h. neben der Rezeption von bestehenden Forschungen werden Sie als Studierende selbst forschend tätig und untersuchen ein eigens gewähltes sprachwissenschaftliches Phänomen aus dem Themenbereich des Seminars. Das Seminar ist als Blockseminar organisiert. Die erste Sitzung findet dabei digital statt. Informationen dazu erhalten Sie vorab per E-Mail. |