| Kommentar |
Die Veranstaltung widmet sich der Analyse sprachlicher Interaktionen in institutionellen Kontexten wie Verwaltung, Bildung, Medizin, Wirtschaft etc. Im Zentrum steht die Frage, wie kommunikative Strukturen, Rollenverteilungen und Machtasymmetrien Gespräche prägen und wie institutionelle Rahmenbedingungen sprachliches Handeln beeinflussen.
Auf der Grundlage gesprächsanalytischer und interaktional-linguistischer Ansätze werden authentische Gesprächsdaten untersucht, die die Studierenden selbst erheben. Dabei werden unter anderem Phänomene wie Turn-Taking, Sequenzorganisation, institutions- und aufgabenspezifische kommunikative Muster, Höflichkeitsstrategien, Wissensasymmetrien und adressatenspezifische Anpassungen analysiert. Ziel ist es, institutionelle Kommunikationsmuster systematisch zu beschreiben und ihre funktionalen sowie gesellschaftlichen Implikationen kritisch zu reflektieren.
Neben theoretischen Grundlagen steht die praxisorientierte Anwendung im Vordergrund: Die Studierenden erwerben Kompetenzen in der eigenständigen Erhebung und Transkription von Gesprächsdaten, in der Analyse und Interpretation gesprochener Sprache und entwickeln ein Bewusstsein für kommunikative Herausforderungen in professionellen Handlungsfeldern. |