Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
Startseite    Anmelden     
Logout in [min] [minutetext]

Grundzüge der Literaturgeschichte II: Fabelliteratur im Wandel der Epochen - Einzelansicht

Diese Veranstaltung wird über ein direktes Zulassungsverfahren vergeben. Um diese zu belegen:
  1. Klicken Sie auf unten aufgeführten Link.
  2. Dort beim gewünschten Termin auf "jetzt belegen/abmelden".
  3. Melden Sie sich am System an.
  4. Bestätigen Sie Ihre Anmeldung.
Hier geht es zum Anmeldesystem
Grunddaten
Veranstaltungsart Vorlesung Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 200
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Vorlesungen    16.03.2026 - 22.05.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Di. 14:00 bis 16:00 wöch. 21.04.2026 bis 21.07.2026  S07S - S07 S00 D07   PD Dr. Simone Loleit   200 Präsenzveranstaltung


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Loleit, Simone , PD Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

Eine bekannte Fabel erzählt von einem Hahn, der auf Nahrungssuche ist, dabei in einem Misthaufen einen Edelstein findet und diesem auseinandersetzt, warum er nichts mit ihm anfangen könne. Diese Fabel wird häufig poetologisch gedeutet: Der Edelstein steht für die Fabel, der Hahn steht für diejenigen, die nicht in der Lage sind den eigentlichen Wert der Fabel zu erkennen.
Worin besteht dieser Wert? Fabeln sind nicht nur unterhaltsame Geschichten, sondern transportieren eine moralische Lehre bzw. einen lebenspraktischen Rat. Diese Botschaft wird aber eben nicht abstrakt, sondern anschaulich in Form einer kurzen, pointierten Erzählung vermittelt, wobei in den meisten Fällen sprechende und handelnde Tiere als Akteure auftreten.
Die Fabel gehört zu den ältesten Literaturgattungen und ist weltweit verbreitet. In der deutschsprachigen Literatur gibt es vom Mittelalter bis ins 16. Jh. und in der Epoche der Aufklärung besonders produktive Phasen der Fabeldichtung sowie, besonders ausgeprägt im 18. Jh., der Fabeltheorie. Bereits seit dem Mittelalter wird neben der Rezeption der antiken (äsopischen) Fabelcorpora auch an die orientalische Fabeltradition angeknüpft und Eigenentwicklungen angestoßen.
Für die Vorlesung sind folgende Schwerpunktthemen geplant: Gattungsmerkmale und Gattungsdistinktion; Traditions-/Rezeptionslinien und Neuanfänge; überlieferungsgeschichtliche Zusammenhänge und komparatistischer Vergleich; Theorie und (implizite) Poetologie der Fabel; intermediale Aspekte der Fabelrezeption; Tiere als Akteure der Fabel unter interdisziplinären (auch zoologisch-naturgeschichtlichen) Perspektiven; Anthropomorphismus/Anthropozentrismus; Theriotopologie (Tier-Raum-Forschung).

Literatur

Zur Einführung geeignet:
Wolfgang Achnitz: Die Fabel. Merkmale einer Gattung. In: Tierisch moralisch. Die Welt der Fabel in Orient und Okzident. Begleitschrift der Sonderausstellung des Landesmuseums für Natur und Mensch Oldenburg vom 22.02.-01.06. 2009. Hg. Mamoun Fansa. Wiesbaden 2009 (Schriftenreihe des Landesmuseums Natur und Mensch; 63), S. 17-28.

Voraussetzungen

Voraussetzungen für den Scheinerwerb werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 9 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: