Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden spielen im Lebensverlauf eine zentrale Rolle. Sie wirken sich u.a. auf die Gesundheit und soziale Integration aus, aber auch umgekehrt. Studien zeigen ferner, dass die Lebensqualität in Deutschland regional unterschiedlich ausfällt und es Stadt-Land-Unterschiede gibt. Hinzu kommt, dass die Lebensqualität in verschiedenen Lebensphasen - aufgrund altersspezifischer Bedürfnisse - von unterschiedlichen Faktoren abhängt.
Im Seminar wird der Schwerpunkt auf die Lebensphase des höheren Alters (ab ca. 60 Jahren) gelegt. Die Lebensphase, in der sich Lebensbedingungen in der Regel verändern: Ausscheiden aus dem Erwerbsleben, Zunahme von (chronischen) Erkrankungen, Verlust von PartnerInnen und/oder FreundInnen. All dies kann zu einem Rückgang des Wohlbefindens führen und das Gefühl von Einsamkeit verstärken. Einen weiteren Schwerpunkt wird das städtische Umfeld darstellen. Wie kann das allgemeine Wohlbefinden durch dieses (positiv) beeinflusst werden? Welche Rahmenbedingungen sollten gegeben sein, damit die städtische Umgebung zum Wohlbefinden im Alter beiträgt und letztlich die Lebensqualität erhöht?
Aufbauen auf den theoretischen und empirischen Kenntnissen soll anschließend ein Fragebogen entwickelt werden. Die Datenerhebung erfolgt durch Sie, die SeminarteilnehmerInnen, in unterschiedlichen Stadtteilen Duisburgs. Ebenso die Eingabe der Daten in SPSS, damit diese abschließend analysiert werden können. Ihre Ergebnisse stellen Sie in kurzen Präsentationen am Ende des Semesters vor und verschriftlichen diese in einem Bericht.
Es ist durchaus möglich auch das Seminar von Frau Baykara-Krumme im Schwerpunkt 9b: Soziale Ungleichheit zu besuchen und auch in diesem Credits zu erwerben. Zu diesem Seminar gibt es einige Schnittstellen. Wir werden miteinander kooperieren, doch wird ein anderer Schwerpunkt gesetzt werden |