| Kommentar |
Das Seminar nimmt Migration als sozialen Prozess in den Blick, um sowohl Praktiken und Strategien von Migrant*innen als auch die institutionelle Regulierung von Migration zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen migrationssoziologische Konzepte und Perspektiven, die sich mit einzelnen Stationen von Migration sowie deren gesamtem Verlauf beschäftigen. Die erarbeiteten Ansätze werden vor dem Hintergrund von Migrationsprozessen in unterschiedlichen Weltregionen diskutiert und vergleichend eingeordnet. Ziel ist es, Migration nicht als punktuelles Ereignis, sondern als vielschichtigen Prozess zu verstehen, der bereits vor dem Aufbrechen beginnt, oftmals lange dauert und auch nach der Ankunft relevant bleibt. Behandelt werden unter anderem folgende Themen: Sedentarismus und Mobilität, Transit, Migrationsinfrastrukturen, Lager, Grenzregime, Ankunftskontexte, „Autonomie der Migration“, Expats, transnationale Beziehungen sowie Rückkehrmigration. |