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Die Übung Kollektive Malerei widmet sich der Erweiterung eigener künstlerischer Ansätze durch kollaborative und kollektive Arbeitsweisen. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit der Idee autonomer Autor*innenschaft zugunsten gemeinschaftlicher Prozesse und Teamarbeit. Anstelle individueller Einzelpositionen werden malerische Arbeiten in Zweier- oder Mehrpersonenteams entwickelt. Die Lehrveranstaltung findet im Austausch mit zwei parallelen Gruppen statt: Studierenden der Kunst auf Lehramt an der Bergischen Universität Wuppertal sowie Studierenden des Kommunikationsdesigns an der Hochschule Düsseldorf. Ein intensiver Austausch zwischen den Gruppen ist ausdrücklich angestrebt, um unterschiedliche Arbeitsweisen, Denkansätze und Routinen kennenzulernen und produktiv miteinander zu verzahnen. Durch das enge inhaltliche Zusammenführen verschiedener Perspektiven sowie das gemeinsame Entwickeln von Bildern werden malerische Prozesse vertieft und erweitert. Unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit und Interaktion werden erprobt und reflektiert. Das Medium der Malerei sowie bildfindende Strategien und Malprozesse werden bewusst offen, experimentell und prozesshaft angelegt. Ziel ist es, tradierte Vorstellungen von Malerei als solitärem Arbeitsprozess zu hinterfragen und kollektive Formen des künstlerischen Arbeitens als eigenständige Praxis zu erproben. Die im Seminar entstehenden Arbeiten münden in eine Ausstellung in der Kunsthalle Barmen im Mai. Die Kunsthalle dient dabei nicht nur als Ausstellungsraum, sondern zugleich als offenes Atelier. In zwei weiteren Blockveranstaltungen werden die ausgestellten Arbeiten im öffentlichen Raum weiterbearbeitet, überführt und erweitert, sodass der Ausstellungsprozess selbst Teil der künstlerischen Arbeit wird. |