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Die Kamera als Kompass: Fotografische und filmische Praktiken im Horizont von Flucht und Migration - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 40
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen Kunst und Kunstwissenschaft, allg. Anmeldephase    23.02.2026 - 15.03.2026   
Einrichtung :
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Kunst und Kunstwissenschaft, allg. Zulassungsphase    21.03.2026 - 30.04.2026   
Einrichtung :
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Fr. 12:00 bis 15:00 wöch. 24.04.2026 bis 19.06.2026  R12R - R12 R02 A34       Präsenzveranstaltung
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Fr. 12:00 bis 14:00 EinzelT am 26.06.2026 R12V - R12 V02 D20       Präsenzveranstaltung
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Fr. 12:00 bis 15:00 wöch. 03.07.2026 bis 17.07.2026  R12R - R12 R02 A34       Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Meincke, Kerstin
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Als Präzisionsgerät, mit dem sich die Himmelsrichtung bestimmen lässt, dient ein Kompass der räumlichen Orientierung. Der Begriff lässt sich aber auch metaphorisch fassen, im Sinne eines moralischen oder politischen Kompasses, der die eigenen Handlungen rahmt und leitet. Beide Auslegungen werden der Auseinandersetzung mit medialen Verhandlungen von Flucht und Migration, die die angebotene Lehrveranstaltung in den Blick nimmt, zugrunde gelegt. Betrachtet und analysiert werden dabei sowohl Filme und Fotografien, deren Entstehung mit den Flucht- und Migrationserfahrungen ihrer Autor:innen unmittelbar verknüpft sind, als auch künstlerische Arbeiten, die Zugänge zu spezifischen transitorischen Räumen im Kontext von Flucht und Migration eröffnen, z.B. zu Fluchtrouten, improvisierten Architekturen und temporären Aufenthaltsorten, wobei auch die spezifischen Infrastrukturen der Kontrolle und Organisation, die diese Räume prägen, ins Blickfeld rücken.

Im Lauf des Seminars werden Sie insbesondere Positionen – Fotografien, Künstler:innen- bzw. Fotobücher und filmische Arbeiten – kennenlernen und  analysieren, die mit dem Mittelmeer als Grenzraum verknüpft sind – in verschiedenen Kapiteln, die bis in die Gegenwart reichen, und unter Einbezug relevanter theoretischer Zugänge.

Künstlerische Positionen (Auswahl): Kader Attia, Ellen Auerbach, Ursula Biemann, Ilse Bing, Forensic Architecture, Niki Giannari & Maria Kourkouta, Sven Johne, Migrant Image Research Group, Philip Scheffner, Bruno Serralongue, Tobias Zielony u.v.m.

Literatur

Dogramaci, Burcu / Otto, Elisabeth (Hg.), Passagen des Exils / Passages of Exile (Exilforschung, 35, Band 35), Berlin 2018

Gillen, Eckardt J. (Hg.) im Auftrag der Stadt Eberswalde in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin: Ellen Auerbach, Lea Grundig: zwei Künstlerinnen in Palästina, Museum Eberswalde 2025

Mersmann, Birgit, Photodocumentaries of Global Migration. Visual Narrativizations of Displacement, in: Handbook of Art and Global Migration. Theories, Practices and Challenges”, edited by Burcu Dogramaci and Birgit Mersmann, Berlin, Boston 2019, S. 176-191.

Migrant Image Research Group (Hg.), Lampedusa: Bildgeschichten vom Rande Europas, Leipzig 2017

Sealy, Mark: Decolonising the Camera. Photography in Racial Time, London 2019

Weitere relevante Literatur wird bereitgestellt.

Bemerkung

Es wird ein Moodle-Raum eingerichtet. Den Zugang erhalten Sie in der ersten Sitzung.

Die Studien(teil)leistungen werden in der ersten Sitzung besprochen.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: