| Kommentar |
Im Gegensatz zu früheren Epochen der Geschichte ist Wissen in der modernen Gesellschaft eng mit Öffentlichkeit und Rechtfertigung verbunden. Die Produktion legitimen Wissens hängt in hohem Maße von öffentlichen Diskursen ab – wobei die Art, wie Themen öffentlich verhandelt werden, von medialen, normativen, kulturellen und pragmatischen Strukturen von Öffentlichkeit(en) abhängt. Die Lehrveranstaltung nimmt Öffentlichkeiten entsprechend als Arenen der Wissensproduktion und -legitimation in den Blick: als Räume, in denen Deutungen und Ansprüche auf epistemische Autorität konkurrieren und in denen sich entscheidet, was als gültig und wahr gilt. Die Lehrveranstaltung nutzt den öffentlichkeitstheoretischen Zugang, um unterschiedliche Typen von Öffentlichkeiten voneinander zu unterscheiden, aktuelle Krisenphänomene der (politischen) Öffentlichkeiten in westlichen Demokratien zu diskutieren und empirische öffentliche Kommunikation zu analysieren. Weitere Details werden zu Beginn der Veranstaltung bekanntgeben. |