Ausgehend von einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung Anne Truitt. Pionierin der Minimal Art im Museum K20 in Düsseldorf wollen wir uns in diesem Lektüreseminar mit Minimal Art und Minimalismus in der Kunst beschäftigen. Anhand ausgewählter Texte von Künstler*innen, Kunstkritiken, Interviews und wissenschaftlichen Aufsätzen, werden wir diesen und anderen Fragen nachgehen: Wie etablieren sich Gruppen- und/oder Stilbezeichnungen? Welche Rolle spielen Texte, welche Bilder dabei und welche Akteure sind an diesem Prozess beteiligt? Wie kann es zum Vergessen und dann zum Wiederentdecken von Künstlerinnen kommen?
Neben konzentrierter Textarbeit wollen wir die gemeinsamen Lektüren immer wieder mit der eigenen Wahrnehmung von Kunstwerken abgleichen. Neben amerikanischen Künstler*innen wie Donald Judd, Robert Morris oder Sol Lewitt geraten dabei auch europäische Künstler*innen wie Erwin Heerich, Charlotte Posenenske oder Francois Morellet in den Blick.
Die Studienleistung in diesem Kurs besteht aus der Teilnahme an der gemeinsamen Exkursion zum Auftakt der Veranstaltung, der Lektüre und aktiven Diskussion der Texte in den wöchentlichen Sitzungen, der Abgabe zweier kleiner seminarbegleitender Aufgaben in Moodle, sowie in der aktiven Teilnahme an einer Expert*innendiskussion in der letzten Seminarsitzung.
allgemeine Literatur zur Einführung:
Stemmrich, Gregor (Hg.): Minimal Art. Eine kritische Retrospektive. Dresden 1995
Anne Truitt, Pioneer of Minimal Art, hg. v. Susanne Gaensheimer,Ausst.-Kat. Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf/ Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid, Berlin 2026.
Meyer, James (Hg.): Minimalismus, Berlin 2005. |