Entgegen dem Zerrbild des eroberungswütigen Großkönigs aus den Perserkriegen des frühen 5. Jh. v. Chr. veranschaulichen die diplomatischen Verhandlungen zwischen Persern und Griechen – vom Kallias-Frieden um die Mitte des 5. Jh. bis hin zum Königsfrieden im Jahre 387 v.Chr. –, wie die Perser sich bemüht haben, den Frieden auf ihrem Herrschaftsgebiet vor Übergriffen von Seiten der Griechen zu wahren. In diesem Seminar soll es v.a. darum gehen, die Quellen – neben Herodot sollen auch die verschiedenen nur fragmentarisch erhaltenen Autoren über das Perserreich wie Charon von Lampsakos (BNJO 262) oder der Ktesias von Knidos (BNJO 688) oder der von Ephoros (BNJO 70) zu Rate gezogene anonyme Autor über Persien – unvoreingenommen aus der persischen Perspektive zu betrachten. Die fragmentarisch erhaltenen Autoren liegen jetzt in leicht zugänglicher Bearbeitung samt englischer Übersetzung in Brill’s New Jacoby Online (= BNJO) vor; Prof. Parker ist darin der Bearbeiter des Ephoros.
Die Studierenden sollen die verschiedenen Themen – so etwa das Ziel der Perser in den Verhandlungen mit den Lakedaimoniern während des Peloponnesischen Krieges – in kurzen Impulsreferaten (die in englischer Sprache abgehalten werden sollen) behandeln. Die eigentlichen Prüfungsleistungen wie die mündliche Prüfung oder die Hausarbeit können auch in deutscher Sprache abgelegt werden
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