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Inhalte: Angesichts von Biodiversitätskrise, Klimakatastrophe und demokratischer Teilhabe, die auf vielfältige Weise in Bedrängnis gerät, ist Nachhaltigkeit ein drängendes Anliegen – und religiöse Bildung Teil des Wegs, dieses Anliegen zu bearbeiten. Dabei sind jedoch unbedingt komplexere Überlegungen notwendig als der Claim von der „Bewahrung der Schöpfung“, um die Potenziale christlicher Traditionen zu heben, zumal das Christentum immer wieder als Treiber nicht-nachhaltigen Handelns identifiziert wird. Schöpfungstheologie und Prophetie können jedoch Impulsgeber für ein breites Verständnis von Nachhaltigkeit werden, um Menschen dazu zu befähigen, mit der anstehenden Krise produktiv und konstruktiv umzugehen. Normative Konzeptionen von Gerechtigkeit und Partizipation sind aus der christlichen Tradition begründbar und auch als theologischer Beitrag im interdisziplinären Gespräch relevant. Das Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung der Institute für evangelische und katholische Theologie und den Fächern Alttestamentliche Exegese und Systematische Theologie.
Lernziele: Im Seminar lernen Sie, sich die religiöse Tradition kritisch zu erschließen, auf Ihre Gegenwartsfähigkeit hin auszuwerten und in didaktische Settings zu übersetzen, die Bildung zur Nachhaltigkeit ermöglichen. |