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Gelebter Fluxus. Vermittlungsscores zwischen Kirchenraum, Alltag und Manifesta - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester SoSe 2026 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 25
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen Kunst und Kunstwissenschaft, allg. Zulassungsphase    21.03.2026 - 30.04.2026   
Einrichtung :
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Kunst und Kunstwissenschaft, allg. Anmeldephase    23.02.2026 - 15.03.2026   
Einrichtung :
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
iCalendar Export für Outlook
Mo. 16:15 bis 17:45 wöch. 20.04.2026 bis 20.07.2026  R12R - R12 R02 A34       Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:
Zur Zeit keine Belegung möglich
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Sczepanek, Stephanie
Zuordnung zu Einrichtungen
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft
Inhalt
Kommentar

Das Seminar verhandelt Kunstvermittlung an der Schnittstelle von Stadtraum, Kirchenraum und digitalem Labor. Ausgangspunkt sind Alltagswege, Routinen und Situationen, die in verdichtete Formen wie Gesten, Handlungsanweisungen, Wegeprotokolle und Textfragmente überführt werden. Vor diesem Hintergrund wird gefragt, wie Kirchenräume als städtische, soziale und ästhetische Räume gedacht werden können und welche Spannungen entstehen, wenn sie zwischen sakraler Praxis, kultureller Nutzung und biennaler Aufmerksamkeit pendeln. Dabei spielt auch die Frage eine Rolle, wer diese Räume selbstverständlich betreten kann und für wen Schwellen bleiben.

Exkursionen bilden inhaltliche Achsen: Eine Spurensuche nach gelebtem Fluxus in Köln und Düsseldorf nimmt historische und aktuelle Formen von Event Scores, Alltagseingriffen und institutionellen Verschiebungen in den Blick. Ein Besuch im ZADIK – Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels in Köln eröffnet Einblicke in Fragen von Archivierung, Netzwerken und Sichtbarkeit im Kunstbetrieb. Weitere Exkursionen führen zu künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum im Umfeld der Universität in Essen sowie gemeinsam mit der Lehrveranstaltung von Prof. Katja Böhme in das Kunstmuseum Bochum zur Ausstellung Yuko Mohri & Ei Arakawa-Nash – How We Meet (7. März – 13. September 2026). Die Exkursionen dienen dazu, künstlerische Praktiken zwischen Stadtraum, Institution und Ausstellung zu analysieren und daraus Ansätze für eigene Vermittlungsformate zu entwickeln.

Im Verlauf des Semesters entstehen Vermittlungsformate, die Alltagswege und Aufenthaltsorte mit den Fragestellungen der Manifesta verbinden. Diese Formate werden als offene Anleitungen gefasst, mit denen Besucherinnen und Besucher ihre Wahrnehmung von Stadtraum, Kirche und Öffentlichkeit verschieben können. Die Szenarien werden dokumentiert, gemeinsam reflektiert und zu übertragbaren Formaten für unterschiedliche Kontexte der Kunstvermittlung verdichtet. Ausgewählte Ergebnisse werden im Hinblick auf eine Integration in das DIGITAL ART EDUCATION LAB aufbereitet und als Vermittlungsscores formuliert

 

Ziele des Seminars sind:

Vermittlungsformate zu entwickeln, die zwischen analogem Raum (Kirche, Stadtraum, Labor) und digitaler Plattform vermitteln, die eigene künstlerisch-vermittelnde Praxis im Umgang mit Gesten, Wegen, Text und geteilten Handlungen zu schärfen,ein Set von Vermittlungsscores zu erarbeiten, das Themen derManifesta 16 Ruhr in alltägliche Situationen überführt und als Material für das DIGITAL ART EDUCATION LAB zur Verfügung steht.

Literatur

Busse, Klaus-Peter (2021). Räume methodisch erkunden – Kunst. In: Friedrich Verlag.

Busse, Klaus-Peter (2020). Raumspiele. Aktuelle Anmerkungen zum Mapping. In: BDK-Mitteilungen, 56(4), S. 15–21.

Busse, Klaus Peter (2017). Von Sperlonga bis an die Emscher. Die Kunstgebiete von Cy Twombly, Francis Alÿs und an der Emscher. Das Atlas-Buch. Oberhausen: Verlag Ludwig.

Sczepanek, Stephanie (Konzeption) / Becker, Johanna K. / Borgmann, Wil / Graf, Miri / Sczepanek, Stephanie (2025):

Unort, Spur und Transformation. Zwischen Beobachtung, Modell und digitaler Verwandlung. Ein Materialpaket zur Auseinandersetzung mit Raum, Sichtbarkeit und Umdeutung.

Materialpaket für schulische und außerschulische Kunstvermittlung im Rahmen des Next Level Festivals, Dortmund, 13.–16. November 2025. Dortmund: Nexus-Kollektiv.

Treese, Anna (2018). Mapping Skulptur Projekte. In: Engel, Birgit, Fisch, Ingrid, Hölscher, Stefan u. a. (Hrsg.), VER_HANDELN: Begegnungen im öffentlichen Raum der Kunst – Skulptur Projekte 2017, Didaktische Logiken des Unbestimmten 3/2018. München: kopaed verlags gmbh.

Weitere Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.

Bemerkung

Exkursionen

Mehrere Exkursionen strukturieren das Seminar und ermöglichen es, künstlerische Strategien und Vermittlungsformen direkt vor Ort zu untersuchen.

Eine Spurensuche im öffentlichen Raum von Köln und Düsseldorf widmet sich historischen Orten der Fluxus-Bewegung. Anhand ausgewählter Plätze, Institutionen und ehemaliger Aktionsorte wird untersucht, wie künstlerische Interventionen, Event Scores und Alltagseingriffe der 1960er Jahre den Stadtraum geprägt haben und welche Spuren dieser Praktiken heute noch wahrnehmbar sind.

Im Anschluss besuchen wir das ZADIK – Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels in Köln. Dort setzen wir uns mit Fragen nach Archivierung, Netzwerken und Sichtbarkeit im Kunstbetrieb auseinander. Am Beispiel der Ausstellung „Charlotte Zander: Sammlerin, Galeristin, Museumsgründerin“ wird diskutiert, wie Sammlerinnen, Galerien und Institutionen künstlerische Positionen sichtbar machen, welche Diskurse dadurch entstehen und wie solche Prozesse Kunstgeschichte mitformen.

Eine weitere Exkursion richtet den Blick auf künstlerische Arbeiten im öffentlichen Raum in Essen. Vor Ort werden ausgewählte Beispiele von Kunst im Stadtraum betrachtet und daraufhin befragt, wie sie mit alltäglichen Wegen, städtischer Nutzung und unterschiedlichen Öffentlichkeiten interagieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie solche Orte als Ausgangspunkt für eigene Vermittlungsformate genutzt werden können und welche Rolle Wahrnehmung, Bewegung und situative Interventionen im urbanen Kontext spielen.

Eine weitere Exkursion führt gemeinsam mit der Lehrveranstaltung von Prof. Katja Böhme am Freitag, 12.06. von 11–16 Uhr in das Kunstmuseum Bochum. Dort besuchen wir die Ausstellung „Yuko Mohri & Ei Arakawa-Nash – How We Meet“ (7. März – 13. September 2026). Die Ausstellung knüpft an die Fluxus-Sammlung des Museums an und zeigt zeitgenössische künstlerische Positionen, die mit performativen Strategien, Alltagsmaterialien und offenen Handlungssituationen arbeiten. Der Besuch ermöglicht es, historische Fluxus-Praktiken mit aktuellen künstlerischen Arbeiten in Beziehung zu setzen und zu diskutieren, wie solche Ansätze heute in Vermittlungssituationen aufgegriffen werden können.

Die Exkursionen dienen dazu, künstlerische Praktiken zwischen Stadtraum, Institution und Ausstellung zu analysieren und daraus Ansätze für eigene Vermittlungsformate zu entwickeln. Die genauen Termine einzelner Exkursionen werden im Seminar abgestimmt und werden voraussichtlich Samstags oder Sonntags stattfinden.

 


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Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden: