Bitte beachten Sie, dass nur Master-Studierende zugelassen werden!
Gruppe 1: Dr. Philipp Böttcher
Dass Kinderliteratur nicht über Bücher, sondern über auditive, audiovisuelle und interaktive Medien vermittelt wird, ist kein neues Phänomen, wohl aber eine Entwicklung, die sich intensiviert hat – so sehr, dass der eigentlichen Buchliteratur innerhalb des Merchandisingsystems um Kindermediencharaktere und der medienübergreifenden Vermarktung in Produktverbünden nur eine Teilbedeutung zukommt. Im Seminar werden wir die Medienverbundsysteme der Kinderliteratur gemeinsam untersuchen. Dazu werden wir einführend nicht nur theoretische und historisierende Blicke auf das Thema werfen, sondern unterschiedliche Analyseebenen und methodische Zugänge erarbeiten, ehe wir uns exemplarisch mit Medienverbundtiteln der Gegenwart auseinandersetzen. Die Bereitschaft zur regelmäßigen aktiven Teilnahme am Seminar wird vorausgesetzt. Der genaue Seminarplan und die zu erbringenden Studienleistungen werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Gruppe 2: Dr. Markus Engelns: Willkommen im Funny Furry Verlag!
Achtung: Am 22.10.2026 treffen wir uns zur Einführung via Zoom. Studierende, die bereits zum Seminar zugelassen sind, haben von mir eine E-Mail mit den Zugangsdaten erhalten. Alle anderen schreiben mir gern direkt eine Nachricht.
Schön, dass Sie unser Produktentwicklungsteam ergänzen. In den nächsten Wochen werden wir gemeinsam ein neues Medienverbundsystem gestalten. Aber keine Angst: Das müssen Sie nicht alleine machen. Ihnen steht die geballte Expertise unseres Verlagshauses zur Verfügung. In der ersten Phase ist es Ihre Aufgabe, bereits bestehende Medienverbundsysteme zu analysieren und daraus geeignete Schlüsse auf die Lancierung unseres neuesten und von Ihnen entwickelten Produkts zu ziehen. Doch der Buch- und Medienmarkt allein reicht uns nicht aus. Deswegen werden Sie nach der Entwicklung des Produkts den schulischen Markt für uns erschließen. In der zweiten Phase wollen wir das Produkt also zunächst an Kompetenzerwartungen im Grundschulbereich anpassen. Die dritte Phase schließlich sieht vor, dass Sie Materialien und Unterrichtskonzepte für den Schulgebrauch erstellen, mit denen wir dann Marketing im pädagogischen Sektor betreiben können. Sie sehen: Es wird eine heiße Zeit für uns - aber am Ende winken Ihnen die üblichen Jahresabschlussgratifikationen!
Gruppe 3: Dr. Lucas Alt: Michael Endes „Jim Knopf“ im Medienverbund
Achtung: Am Mi, den 28.10.2026 findet via Zoom die Vorbesprechung statt. Die Zugangsinformationen erhalten Sie vorab per Mail.
Michael Ende gehört zu den prägenden Autoren der westdeutschen Kinder- und Jugendliteratur nach 1945. Mit den Romanen „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (1960) und „Jim Knopf und die Wilde 13“ (1962) schuf Ende zwei Werke, die bis heute zu den bekanntesten deutschsprachigen Kinderbuchklassikern zählen. Zugleich stehen die „Jim Knopf“-Romane gegenwärtig im Zentrum kritischer Auseinandersetzungen. Insbesondere die Darstellung von Hautfarbe, Herkunft, Exotisierung und kolonialen Bildtraditionen wirft Fragen nach Rassismus und diskriminierungskritischer Kinderliteratur auf. Damit bietet der Stoff Anlass, sowohl seine literaturgeschichtliche Bedeutung als auch seine ambivalente Gegenwartsrelevanz zu untersuchen. Die Stoffe um Jim Knopf sind Teil eines umfangreichen Medienverbundes. Besonders die Inszenierungen der Augsburger Puppenkiste, darunter „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (ab 1960), haben die Figuren und Schauplätze für Generationen von Zuschauer:innen geprägt. Hinzu kommen Hörspiele, Theaterfassungen, Bilderbücher, Zeichentrick- sowie die Kinofilme „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (2018) und „Jim Knopf und die Wilde 13“ (2020). Die verschiedenen medialen Umsetzungen setzen jeweils eigene ästhetische Akzente mit veränderten Deutungsangeboten. Ausgehend von einer Einführung in zentrale Begriffe und Konzepte wie Medienverbund, Adaption, Inter- und Transmedialität sowie Repräsentation werden wir uns dem „Jim Knopf“-Kosmos exemplarisch annähern. Ausgangspunkt ist der Roman „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von 1960. Darauf aufbauend analysieren wir u.a. ausgewählte Sequenzen der Puppenspielverfilmung der Augsburger Puppenkiste sowie Ausschnitte aus der Kinofilmadaption von 2018.
Die vorzubereitende Lektüre wird den Teilnehmenden vor Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.
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