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Sprachkontrastive Beschreibungen (Linguistik III) - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    22.08.2026 - 20.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: G1 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mo. 16:00 bis 18:00 c.t. wöch. 12.10.2026 bis 01.02.2027  R11T - R11 T03 C38   G1: Cakir-Dikkaya   60 Präsenzveranstaltung
Gruppe G1:
 
Termine Gruppe: G2 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Di. 14:00 bis 16:00 c.t. wöch. 13.10.2026 bis 02.02.2027  R11T - R11 T03 C38   G2: Cakir-Dikkaya   60 Präsenzveranstaltung
Gruppe G2:
 
Termine Gruppe: G3 iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Do. 16:00 bis 18:00 c.t. wöch. 15.10.2026 bis 04.02.2027  R11T - R11 T03 C35   G3: Gürsoy   40 Präsenzveranstaltung
Gruppe G3:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Cakir-Dikkaya, Yurdakul , Dr. verantwort
Gürsoy, Erkan , Dr. verantwort
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Deutsch als Zweit-/Fremdsprache
Inhalt
Kommentar

Diese Lehrveranstaltung richtet sich an Studierende der Schulform HRSGe und GyGe/BK im LA-Bachelor Germanistik. Studierende der Schulform Grundschule im LA-Bachelor DSSZ müssen sich für ihr eigenes Seminar "Sprachkontrastive Beschreibungen" in ihrem Studiengang anmelden. Die Seminare sind nicht polyvalent.

 

Allgemeiner Kommentar:

Ziel des Seminars ist es, einen ersten Einblick in sprachvergleichende Arbeit zu erhalten. Dabei werden mehrere ausgewählte Sprachen in den Blick genommen und kontrastiv betrachtet. Nach einer theoretischen Einführung, die sich mit der kontrastiven Linguistik auseinandersetzt, folgt zunächst anhand eines ausgewählten Sprachbeispiels eine Analyse ausgewählter Aspekte linguistischer Bereiche (z.B. Phonetik/Phonologie, Flexionsmorphologie und Syntax). Durch den Vergleich mit der deutschen Sprache sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und im Zusammenhang mit einem mehrsprachigen Spracherwerb betrachtet werden. Im zweiten Schritt lernen Studierende anhand ausgewählter weiterer Sprachen das sprachkontrastive Verfahren anzuwenden. Kenntnisse verschiedener Fremdsprachen sind erwünscht, aber keine Voraussetzung.

Es wird eine aktive Teilnahme erwartet.

 

Der erfolgreiche Abschluss des Moduls Linguistik III kann mit 3 CP für die Zusatzqualifikation "Sprachbildung in mehrsprachiger Gesellschaft" angerechnet werden (https://www.uni-due.de/daz-daf/zus/).

 


 

Kommentar zum Seminar von Prof. Dr. Michael Beißwenger (Gruppe 4, Di. 14-16):

Das Seminar bietet eine Einführung in die Grundlagen der kontrastiven Linguistik. In der Begegnung mit verschiedenen Sprachen, identifizieren wir ‚Stolpersteine‘, die sich durch die intuitive Übertragung von Strukturannahmen über das Deutsche auf den Bau von Wörtern, Sätzen und kommunikativen Äußerungen in diesen Sprachen ergeben. Die damit verbundenen Irritationen darüber, dass diese fremden Sprachen offenbar anders ‚funktionieren‘ als das Deutsche, nehmen wir anschließend unter unter linguistischer und sprachvergleichender Perspektive genauer unter die Lupe.

Im Fokus der Betrachtung stehen deshalb – ganz bewusst – Sprachen, die für alle Teilnehmenden gleichermaßen fremd sind und die sich vom Deutschen typologisch deutlich unterscheiden, sodass die strukturellen Differenzen zum Deutschen bereits im Rahmen erster Erkundungen unmittelbar ins Auge springen. Die betreffenden Sprachen werden von den Teilnehmenden zunächst eigenständig anhand von Leitfragen anhand der Sprachlern-Apps Duolingo, ʻŌlelo und Ling erkundet. Die dabei festgestellten Auffälligkeiten und Irritationen werden anschließend in Form gemeinsamer, angeleiteter Analysen von Sprachbeispielen (Sätze, einfache Textbeispiele mit Hilfestellungen) in den Seminarsitzungen systematisiert und in ihrer spezifischen Differenz zum Deutschen linguistisch beschrieben. Dazu werden wir einerseits auf grammatisches Analysewissen zum Deutschen und andererseits auf Nachschlagewerke und Strukturbeschreibungen zu den betrachteten Sprachen zurückgreifen.

Die folgenden Sprachen stehen im Fokus der sprachkontrastiven Erkundungen und Analysen:

  • zwei polynesische, ozeanische Sprachen aus der austronesischen Sprachfamilie: das Hawaiianische (= die Sprache der Ureinwohner der Inselkette Hawaii) und das mit ihm verwandte Maori (= die Sprache der indigenen Bevölkerung Neuseelands)
  • zwei keltische Sprachen aus der indoeuropäischen Sprachfamilie: das Irische und das mit ihm verwandte Walisische
  • zwei nordgermanische Sprachen, die wie u. a. das Deutsche, Niederländische und Englische dem germanischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie angehören: das Norwegische und das mit ihm verwandte Isländische

In unserer Beschäftigung mit diesen Sprachen werden wir vom genetisch Unterschiedlichsten und deshalb als (zunächst) besonders ‚fremdartig‘ Anmutenden (= polynesische Sprachen) zum genetisch dem Deutschen Verwandten (= keltische Sprachen) und nah Verwandten (= nordgermanische Sprachen) vorgehen.

Die betrachteten Sprachen werden jeweils anhand ausgewählter Phänomene auf den linguistischen Beschreibungsebenen Phonologie/Graphematik, Morphologie, Syntax und Lexik/Semantik im Vergleich mit dem Deutschen (und partiell auch dem Englischen) untersucht. Daneben werden wir punktuell auch weitere Sprachen in unsere sprachvergleichenden Untersuchungen einbeziehen, die die Teilnehmenden in der Schule oder im Rahmen ihres Studiums als Fremdsprachen kennengelernt haben (Französisch sowie ggf. Spanisch, Latein) oder die sie als Erst- oder Zweitsprache selbst in die Seminardiskussion einbringen.

Vernetzung mit anderen Seminaren und Studieninhalten:

  • Das Seminar schließt kurze Auffrischungen zu linguistischem Grundlagenwissen aus dem Modul Linguistik I (Grundkurs Linguistik, Grammatische Grundlagen, Laut und Schrift) ein, das für die gemeinsam durchgeführten sprachkontrastiven Beschreibungen als Handwerkszeug benötigt wird.
  • Als Hintergrund für die Beschäftigung mit der Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaus werden in den einleitenden Teilen des Seminars in einem einführenden Überblick die anthropologischen und sprachgenetischen Ursachen für Sprachenvielfalt und die historische Verwandtschaft zwischen Sprachen erläutert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie, der das Deutsche angehört.

Didaktisches Konzept und Stellenwert der Präsenzsitzungen: Das Seminar setzt auf eine enge Verzahnung zwischen (1) einer eigenständigen, problembezogenen Erkundung der betrachteten Sprachen und (2) einer gemeinsamen Systematisierung der dabei identifizierten Auffälligkeiten in den Sitzungen, die die Anwendung und Weiterentwicklung linguistischer Analysekompetenzen einschließt. Die regelmäßige Teilnahme an den Präsenzsitzungen ist daher für das Erreichen der Seminarziele und für die Vorbereitung auf die Modulprüfung unerlässlich – auch dann, wenn die Anwesenheit nicht überprüft wird. Die bloße Bearbeitung der vorbereitenden Erkundungsaufgaben und der in Moodle bereitgestellten Materialien ohne die Beteiligung an den gemeinsamen Analysen in den Sitzungen führt nicht zum Erwerb der Kompetenzziele des Seminars und des Moduls.

 

Bemerkung

Das Institut für DaZ/DaF setzt sich für die Vereinbarkeit von Studium und persönlicher Lebenssituation (Familienaufgaben, besondere Bedarfe,…) ein.
Setzen Sie sich im konkreten Fall gerne mit unseren Dozentinnen und Dozenten oder Modulbeauftragten (Dr. Laura Di Venanzio, laura.divenanzio@uni-due.de) in Verbindung.

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LinguistikIII

nein

Cakir & Beißwenger buchen über Germanistik; Gürsoy am liebsten C14 oder R11

 


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Die Veranstaltung wurde 16 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden: