| Kommentar |
Das Seminar begleitet die Berufsfeldpraktika, die die Studierenden im Laufe des Semesters belegen. Dabei soll das Thema Arbeit, dem die Studierenden in den diversen Berufsfeldern praktisch begegnen, auf theoretischer Ebene reflektiert werden. Betrachtet man Arbeit auf der Makroebene und fragt, welche Bedingungen sie gesellschaftlich strukturieren, fällt häufig ein schillernder Begriff: Kapitalismus. Mit wohl keinem anderen Namen sind der Kapitalismus und seine Kritik so stark assoziiert wie mit Karl Marx (1818–1883) – ein Philosoph und Ökonom, der nach wie vor stark polarisiert: Den einen gilt sein Name immer noch als Schimpfwort, die anderen verweisen auf seine Texte wie auf eine Bibel. Doch was steht in diesen Texten eigentlich? Wie stellt Marx den Kapitalismus dar? Wieso denkt Marx, dass er enden muss? Wie sollten wir heutzutage auf seine Texte blicken? Diesen Fragen wird das Seminar anhand von Lektüren kurzer Schlüsselpassagen aus Marx’ verschiedenen Schaffensphasen nachgehen. Begleitet werden die Lektüren knappen Info-Blöcken sowie Interaktions- und Diskussionsformaten So können sich die Studierenden nach dem Semester nicht nur in diversen Berufsfeldern, sondern auch in berufsfeldübergreifenden Debatten über die Umstände des Arbeitslebens besser orientieren. |
| Literatur |
Marx, Karl/Engels, Friedrich: Marx-Engels-Werke. Berlin 1956 ff.
„Das Kapital“. In: Aus Politik und Zeitgeschehen (APuZ) 19-20 (2017). Einführungsheft mit Texten von Michael Quante, Ulrike Herrmann, Hans-Werner Sinn u. a. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/247643/das-kapital/
Balibar, Etienne: Marx’ Philosophie. Berlin 2013.
Lindner, Kolja; Marx, Marxism, and the Question of Eurocentrism. Cham (CH) 2022. |