| Literatur |
Literatur (u.a.):
- König, Helmut 2008: Politik und Gedächtnis. Velbrück: Weilerwist.
- Fischer, Martina 2011: Transitional Justice and Reconciliation: Theory and Practice, in Advancing Conflict Transformation: The Berghof Handbook II eds. B. Austin, M. Fischer, H. J. Giessmann, Barbara Budrich Publishers, Opladen/Framington Hills, pp. 406-430
- Haider, Huma 2011: Factors Contributing to Transitional Justice Effectiveness, GSDRC Helpdesk Research Report, Governance and Social Development Resource Centre, Birmingham, UK
- Mihr, Anja/Pickel, Gert/Pickel, Susanne. 2018. Handbuch Transitional Justice. Wiesbaden: Springer VS.
- Pickel, Susanne/Pickel, Gert 2006: Politische Kultur- und Demokratieforschung. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Schmidt, Siegmar/Pickel, Gert/Pickel, Susanne (Hrsg.) 2009: Amnesie, Amnestie oder Aufarbeitung? Zum Umgang mit autoritären Vergangenheiten und Menschenrechtsverletzungen. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Straßner, Veit 2007: Die offenen Wunden Lateinamerikas. Wiesbaden: VS-Verlag.
- Straßner, Veit 2018: Vergangenheitspolitik, Transitional Justice und Versöhnung. Begriffliche und konzeptionelle Annäherungen. In: Mihr, Anja/Pickel, Gert/Pickel, Susanne. 2018. Handbuch Transitional Justice. Wiesbaden: Springer VS, S. 201-231.
- Werle, Gerhard/Vormbaum, Moritz. 2018. Transitional Justice. Vergangenheitsbewältigung durch Recht. Berlin, Heidelberg: Springer VS.
- Werle, Gerhard/Vormbaum, Moritz. 2022. Transitional Justice: The Legal Framework 2022 https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-65151-3
- Hoeres, Peter. 2023. Historical Perspectives on Transitional Justice. In After Dictatorship. Instruments of Transitional Justice in Post-Authoritarian Systems. (Hg.) Peter Hoeres/Hubertus Knabe. 5-19. Berlin: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110796629-002
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| Bemerkung |
Das Seminar beginnt am 13.4.2026 und endet am 8.6.2026 !!!
Nach dem Zusammenbruch der autokratischen Regime ergibt sich für die Nachfolgeregime häufig ein zentrales Problem: Wie verhalte ich mich zum Unrecht und den Menschenrechtsverletzungen in einem vorangegangenen autokratischen System? Wähle ich den Weg einer schonungslosen Aufarbeitung – mit der Gefahr die Bevölkerung zu spalten und das gerade erst entstandene System mit Konflikten zu belasten? Oder entscheide ich mich für Amnestie und Amnesie – mit der Gefahr, dass ein bestimmtes Kapitel der Vergangenheit unbewältigt bleibt und nicht aufgearbeitet wird? Und was geschieht in Staaten, in denen das Unrechtsregime von einem Kolonialstaat ausging? Typische Formen der Aufarbeitung sind Wahrheitskommissionen, Lustration, Gerichtsverfahren oder Historikerkommissionen. Dabei muss zwischen einer juristischen, einer politischen und einer wissenschaftlichen Aufarbeitung unterschieden werden. Im Seminar soll der Frage nachgegangen werden, welche Wege der Aufarbeitung des vergangenen Unrechts in denjenigen Staaten beschritten wurden, die Opfer von Völkermord wurden, und welche Konsequenzen diese Entscheidungen für den Demokratisierungsprozess und die politische Kultur in den jeweiligen Ländern besitzen. Als Beispiele werden die Völkermorde in Namibia, Kambodscha, Ruanda und Bosnien herangezogen. Das Seminar arbeitet mit Diskussionen, Gruppenarbeiten, Referaten und Dokumentationen. Zu jedem Fall wird ein:e Expert:in zur Diskussion eingeladen.
Anforderungen:
- regelmäßige Anwesenheit, Mitarbeit, Lektüre der angegebenen Literatur, Teilnahme an einem Gruppenreferat,
- als Prüfungsleistung ist ein Referat zu halten und eine Hausarbeit zu schreiben (Notengebung: 20% Referat und Mitarbeit, 80% Hausarbeit),
- bei den Expertengesprächen besteht für die Referierenden des Themas Anwesenheitspflicht,
- Referate sind ausschließlich von Papier, Laptop- oder Tablet-Bildschirmen zu halten, Handys sind nicht zugelassen.
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