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Exemplarische Textanalyse II - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    22.08.2026 - 20.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: G1 iCalendar Export für Outlook
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Do. 10:00 bis 12:00 wöch. T03R - T03 R02 D26   Prof. Dr. Lily Tonger-Erk: Goethes Faust I neu lesen: Ein Klassiker im Wandel   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G1:
 
Termine Gruppe: G2 iCalendar Export für Outlook
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Do. 14:00 bis 16:00 wöch. R11T - R11 T03 C93   Dr. Lisa Wille: Einführung in die Analyse von Erzähltexten: Novellen und Erzählungen vom Realismus bis zur Moderne   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G2:
 
Termine Gruppe: G3 iCalendar Export für Outlook
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Di. 08:00 bis 10:00 wöch. R11T - R11 T03 C75   Prof. Dr. Corinna Schlicht: Novellen   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G3:
 
Termine Gruppe: G4 iCalendar Export für Outlook
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Mo. 14:00 bis 16:00 wöch. 12.10.2026 bis 01.02.2027  V15S - V15 S04 C28   Prof. Dr. Stefan Hermes: (Neu-)Sachliche Lyrik: Brecht, Kästner, Tucholsky, Kaléko   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G4:
 
Termine Gruppe: G5 iCalendar Export für Outlook
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Do. 10:00 bis 12:00 wöch. 15.10.2026 bis 04.02.2027  R11T - R11 T03 C35   Prof. Dr. Martin Schubert   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G5:
 
Termine Gruppe: G6 iCalendar Export für Outlook
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Do. 14:00 bis 16:00 wöch. 22.10.2026 bis 04.02.2027  V15S - V15 S03 C42   Beginnt erst am 22.10.! Prof. Dr. Franz Fromholzer: Böll   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G6:
 
Termine Gruppe: G7 iCalendar Export für Outlook
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Mo. 10:00 bis 12:00 wöch. 12.10.2026 bis 01.02.2027  R11T - R11 T03 C35   PD Dr. Florian Trabert: Märchen, Novelle, Schwank & Co: kurze Erzähltextgattungen 02.11.2026: fällt aus 35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G7:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Hermes, Stefan , apl. Prof. Dr.
Wille, Lisa , Dr.
Tonger-Erk, Lily , Prof. Dr.
Schubert, Martin , Prof. Dr.
Trabert, Florian , PD Dr.
Schlicht, Corinna , Prof. Dr.
Fromholzer, Franz , Prof. Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

Gruppe 1: Goethes Faust I neu lesen: Ein Klassiker im Wandel (Prof. Dr. Lily Tonger-Erk)

Wer kennt ihn nicht – den Gelehrten, der einen Pakt mit dem Teufel schließt? Im Zentrum des Seminars stehen die verschiedenen Fassungen von Johann Wolfgang Goethes berühmtem Faust I (1770-1808) sowie Fatma Aydemirs feministische Neuinterpretation Doktormutter Faust (2024). Anhand dieser beiden Dramen werden grundlegende Techniken der Dramenanalyse erarbeitet. Zudem bietet das Seminar einen Überblick über die historische Entwicklung des Dramas vom Sturm und Drang bis zur Gegenwart. Begleitend erfolgt eine Einführung in propädeutische Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens.

 

Gruppe 2: Einführung in die Analyse von Erzähltexten: Novellen und Erzählungen vom Realismus bis zur Moderne (Dr. Lisa Wille)

‚Wie‘ und ‚was‘ erzählen literarische Texte? Wie werden Figuren, Konflikte und Beziehungen gestaltet? Und wie gelangen wir von der genauen Textbeobachtung zu einer literaturwissenschaftlichen Interpretation? Das Seminar führt anhand ausgewählter Novellen und Erzählungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in die Grundlagen der Analyse erzählender Literatur ein. Gemeinsam erarbeiten wir zentrale literaturwissenschaftliche Methoden und Begriffe und wenden diese auf unterschiedliche Texte vom Realismus bis zur literarischen Moderne an. Im Mittelpunkt stehen Fragen der Erzähltheorie, der Figuren- und Raumdarstellung, der Motiv- und Symbolanalyse sowie der historischen Einordnung literarischer Texte. Die Lektüren reichen von Annette von Droste-Hülshoffs Die Judenbuche über Erzählungen des poetischen Realismus bis hin zu Franz Kafkas Das Urteil und Thomas Manns Tonio Kröger. An ihnen werden grundlegende Verfahren des literaturwissenschaftlichen Arbeitens eingeübt – vom genauen Lesen und Analysieren bis hin zur Entwicklung eigener Fragestellungen und Interpretationen.

Das Seminar richtet sich insbesondere an Studierende der frühen Fachsemester. Regelmäßige und aktive Mitarbeit werden vorausgesetzt. Hinweise zur Lektüre sowie weitere organisatorische Informationen werden in der ersten Sitzung bekanntgegeben.

 

Gruppe 3: Novellen (Prof. Dr. Corinna Schlicht)

In diesem Seminar werden wir uns anhand verschiedener Beispieltexte sowohl mit Fragen der Gattungsgeschichte als auch der Erzähltextanalyse beschäftigen. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur gründlichen Textlektüre wie auch zur verbindlichen, aktiven Teilnahme an dem Seminargespräch. Besorgen Sie sich bitte den Band "Einführung in die Erzähltextanalyse" von Silke Lahn und Jan Christoph Meister aus dem Metzler Verlag (auch online über die UB verfügbar) sowie aus dem Reclam-Verlag in der Reihe "Arbeitstexte für den Unterricht" den Band "Theorie der Novelle" (diesen Band müssten Sie sich bitte antiquarisch besorgen; sollten nicht alle ein Exemplar haben kaufen können, klären wir dies in der ersten Sitzung).

Folgende Novellen bilden die Grundlage unseres Seminargesprächs; kaufen Sie sich bitte die angegebenen Textausgaben (Wielands Novelle wird zur Verfügung gestellt).
Arbeiten Sie die Novellen für das Seminargespräch gründlich durch:

  1. Christoph Martin Wieland: Novelle ohne Titel. - wird zur Verfügung gestellt –
  2. Heinrich von Kleist: Die Marquise von O... (Reclam Band 8232: Sämtliche Erzählungen und andere Prosa)
  3. Heinrich von Kleist: Die Verlobung in St. Domingo (Reclam Band 8232: Sämtliche Erzählungen und andere Prosa)
  4. Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche. (Reclam Studienausgabe Band 19414 - Wir sprechen über die verschiedenen Textfassungen, daher kaufen Sie sich unbedingt diese Textausgabe.)

Gruppe 4: (Neu-)Sachliche Lyrik. Brecht, Kästner, Tucholsky, Kaléko (apl. Prof. Dr. Stefan Hermes)

Häufig hat man die Lyrik als subjektivste und (damit) auch emotionalste literarische Gattung konzeptualisiert. Zahlreichen Gedichten der Weimarer Republik vermag man mit derlei Zuschreibungen aber nicht beizukommen: Vielmehr bemühen sich ihre Verfasser:innen – darauf verweist das literaturhistorische Schlagwort ,Neue Sachlichkeit‘ – um einen nüchternen, teils geradezu analytischen Blick auf die Lebensrealitäten der Moderne. Insofern eröffnet die (Gebrauchs-)Lyrik, der wir uns im Seminar widmen wollen, immer wieder beinahe soziologische Perspektiven auf die zeitgenössischen Verhältnisse. Und auch von einem dezidiert politischen Engagement künden viele der Gedichte von Bertolt Brecht, Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Mascha Kaléko, die wir gemeinsam untersuchen werden. Gegen Ende des Semesters wird uns zudem die Frage beschäftigen, inwiefern die spezifischen Schreibweisen der Neuen Sachlichkeit die Lyrikproduktion im Exil nach 1933 weiterhin prägten.

Informationen zur ggf. anzuschaffenden Literatur werden in der ersten Sitzung gegeben. Das Gros der Gedichte – sowie einige lyriktheoretische Aufsätze – werde ich per Moodle zur Verfügung stellen können.

 

Gruppe 5: Undine. Die zauberhafte Meerfrau vom Mittelalter bis zu Ingeborg Bachmann (Prof. Dr. Martin Schubert)

Von der mittelalterlichen Melusine über Hans Christian Andersens Märchen bis zu Arielle, der kleinen Meerjungfrau: Die Verbindung eines mythischen Wasserwesens mit einem Menschenmann ist ein beliebtes Motiv. An verschiedenen Werken dieser Tradition wird die literaturwissenschaftliche Analyse geübt, so an ‚Ritter von Staufenberg und die Meerfeye‘, H. C. Andersen sowie Ingeborg Bachmann. Aspekte wie Vorstellungen von Geschlechterkonzepten sowie Inklusion und Exklusion werden ebenso betrachtet wie verschiedene mediale Darreichungen (Handschrift, Druck, Film etc.).

Literatur: Ingeborg Bachmann: Das dreißigste Jahr. Erzählungen. Hg. von Rita Scandrlik unter Mitarbeit von Silvia Bengesser und Hans Höller. München, Berlin, Zürich 2020. (ca. 16€. Auch enthalten in der Werkausgabe: Ingeborg Bachmann: Werke. 4 Bde. München, Zürich 2010, ca. 38€) – Hans-Christian Andersen: Die kleine Meerjungfrau und andere Märchen. Ditzingen 2026 (ca. 5€). – Weitere Texte werden in der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Bemerkung: Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Gruppe 6: Heinrich Böll. Kurzgeschichten - Romane - Reden (Prof. Dr. Franz Fromholzer)

Kaum ein anderer Autor hat die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland vom Kriegsende bis in die 1980er Jahre so kritisch und engagiert begleitet wie der Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll. Sein Eintreten gegen eine Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit, für die in der Gesellschaft im Abseits Stehenden und für ein ökologisches Bewusstsein lassen sein literarisches Werk auch heute hochaktuell erscheinen. Das Seminar möchte einen Überblick über Bölls Gesamtwerk bieten. Einen Schwerpunkt bilden dabei die zu Klassikern gewordenen Kurzgeschichten ("Wanderer, kommst du nach Spa...", "Du fährst zu oft nach Heidelberg", "Doktor Murkes gesammeltes Schweigen") und Romane ("Billard um halb zehn", "Ansichten eines Clowns"). Ferner soll der historische Kontext von Bölls umstrittenem Werk "Im Ruhrgebiet", das insbesondere in Essen auf heftige Ablehnung stieß, kritisch erarbeitet werden. Seiner im Zeitalter des Cybermobbings hochrelevanten Erzählung "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" wird gesonderte Aufmerksamkeit zuteil. Darüber hinaus möchte das Seminar aber auch das dramatische Schaffen (das ökokritische Theaterstück "Ein Schluck Erde"), seine Reiseliteratur ("Irisches Tagebuch") und seine gesellschaftspolitischen Reden in den Blick nehmen.

Zur Anschaffung empfohlene Literatur: Heinrich Böll: Billard um halb zehn. 36. Aufl. München 2023. Heinrich Böll: Irisches Tagebuch. 69. Aufl. München 2024. Heinrich Böll: Die verlorene Ehre der Katharina Blum. 62. Aufl. München 2025. Alle Ausgaben bei dtv. - Weitere Texte werden in der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Gruppe 7: Märchen, Novelle, Schwank & Co: kurze Erzähltextgattungen 

In der deutschsprachigen Literatur hat sich eine Vielzahl erzählerischer Kurzformen herausgebildet, wobei der Novelle insbesondere vom späten 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert das größte Prestige zukam. Den Kanon der traditionellen Kurzformen, zu denen neben der Novelle etwa das Märchen, die Sage oder die Legende zählen, ergänzen in der literarischen Moderne zur Offenheit tendierende Kurzformen wie die Kurzgeschichte oder die Prosaminiatur; in den letzten Jahrzehnten hat zudem die nur wenige Sätze umfassende ›flash fiction‹ an Bedeutung gewonnen. Ausgehend von einer ausführlichen Analyse von Goethes Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten, in deren Rahmenhandlung unterschiedliche Kurzformen integriert sind (Anekdote, Novelle, Märchen) soll die Seminararbeit einen Überblick über dieses breite Spektrum an Kurzformen geben, deren spezifische Ästhetik sich gerade in der wechselseitigen Abgrenzung besonders gut erfassen lässt, wobei zugleich aber auch Mischformen in den Blick genommen werden sollen.

Literatur: Johann Wolfgang Goethe: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (Reclams Universal-Bibliothek). - Weitere Texte werden in der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. 

 

Literatur Wegen Literatur beachten Sie bitte den Kommentar.
Bemerkung Zu Scheinbedingungen beachten Sie bitte den Kommentar.

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Die Veranstaltung wurde 10 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
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