Gruppe 1: Steinmayr: Das Mittelalter der Romantik
Die romantische Epoche unterhält eine spezifische Beziehung zum Mittelalter, seiner politischen, kulturellen und literarischen Ordnung. Das Mittelalter fungiert als Antithese zur Gegenwart. Wir wollen uns dem Mittelalter der Romantik unter verschiedenen Aspekten widmen. Primär stehen folgende Texte im Mittelpunkt:
Novalis [i.e. Friedrich von Hardenberg]: Die Christenheit und Europa. In: N.: Schriften. Die Werke Friedrich von Hardenbergs. Hg. v. Paul Kluckhohn und Richardn Samuel, 2., nach den Handschriften ergänzte, erw. und verb. Auflage., Bd. 3: Das philosophische Werk II. Stuttgart 1960, S. 507-527.
Novalis [i.e. Friedrich von Hardenberg]: Die Lehrlinge zu Sais. In: N.: Schriften. Die Werke Friedrich von Hardenbergs. Hg. v. Paul Kluckhohn und Richard Samuel, 3., nach den Handschriften ergänzte, erw. und verb. Auflage., Bd. 1: Das dichterische Werk. Stuttgart 1977, S. 79−112.
Novalis [i.e. Friedrich von Hardenberg]: Heinrich von Ofterdingen. In: N.: Schriften. Die Werke Friedrich von Hardenbergs. Hg. v. Paul Kluckhohn und Richard Samuel , 3., nach den Handschriften ergänzte, erw. und verb. Auflage., Bd. 1: Das dichterische Werk. Stuttgart 1960, S. 193-335
Beginnen werden wir mit der Lektüre von "Die Christenheit und Europa". Der Text findet sich in vielerlei Formaten und Ausgaben, online wie offline.
Ein Moodle-Raum wird erstellt. Die Zugangsdaten erhalten Sie in der ersten Sitzung.
TEILNAHME-BEDINGUNGEN Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben. LITERATUR Die Literatur wird in der ersten Sitzung bekanntgegeben.
Gruppe 2: Dr. Liane Schüller: Migration, Flucht und Vertreibung in der Literatur
Migration hat die menschliche Geschichte von ihren Anfängen an geprägt und in sämtlichen Epochen stattgefunden. Motive von Flucht und Migration werden in literarischen Texten auf vielfältige Weise thematisiert. Sie erzählen auf fiktionalisierte Weise und anhand heterogener (Erzähl-)Formen vom Einzelfall, von Fluchtgründen und Fluchtverläufen und stehen nicht selten stellvertretend für eine anonyme Masse.
Im Seminar nehmen wir verschiedene erzählerische Facetten der Darstellung von Migration, Flucht und Vertreibung – narrative Verfahren wie Zeitdehnung und Verdichtung von Ereignissen, etwa durch introspektives Erzählen – anhand ausgewählter literarischer Texte in den Blick und analysieren sie vor dem Hintergrund ihres Entstehungskontexts, aber auch mit Blick auf aktuelle Diskurse zum Thema.
Der Seminar- und Lektüreplan wird in der 1. Seminarsitzung bekannt gegeben.
Vor Start des Seminars sollten bitte folgende Texte bereits gelesen sein:
- Ulrich Alexander Boschwitz: Der Reisende. Stuttgart: Klett Cotta, 2019
- Irmgard Keun: Kind aller Länder. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2016
Gruppe 3: Familiendramen. Dysfunktionale Familien in der Dramatik des 18. Jahrhunderts (Prof. Dr. Lily Tonger-Erk) - Raum R11 T03 C35
Abwesende Mütter, versagende Väter, ungehorsame Töchter und verfeindete Brüder – die Dramatik des 18. Jahrhunderts kennt keine glücklichen Familien, und entwirft dennoch deren bürgerliches Ideal. Im Seminar werden wir die familiären Konstellationen dramatischer Figuren in Texten von Lessing, Lenz, Klinger, Schiller und Kotzebue vor dem Hintergrund bürgerlicher Familiendiskurse des 18. Jahrhunderts untersuchen.
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