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Medienwissenschaftliches Seminar (Grundschule) - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar/Übung Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    22.08.2026 - 20.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: G1 iCalendar Export für Outlook
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Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mi. 12:00 bis 14:00 c.t. wöch. 14.10.2026 bis 03.02.2027  R11T - R11 T03 C54   Dr. Larissa Jagdschian: Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" (1949) im Medienverbund   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G1:
 
Termine Gruppe: G2 iCalendar Export für Outlook
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Fr. 15:00 bis 18:00 c.t. EinzelT am 15.01.2027 R11T - R11 T04 C69   Caroline Fußbach   35 Präsenzveranstaltung
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Mo. 10:00 bis 18:00 c.t. EinzelT am 15.02.2027 R11T - R11 T04 C69   Caroline Fußbach   35 Präsenzveranstaltung
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Di. 13:00 bis 19:00 c.t. EinzelT am 16.02.2027 R11T - R11 T04 C69   Caroline Fußbach   35 Präsenzveranstaltung
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Mi. 10:00 bis 16:00 c.t. EinzelT am 17.02.2027 R11T - R11 T04 C69   Caroline Fußbach   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G2:
 
Termine Gruppe: G3 iCalendar Export für Outlook
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Mi. 18:00 bis 20:00 c.t. wöch. 14.10.2026 bis 03.02.2027  R11T - R11 T03 C54   Prof. Dr. Martin Schubert: "Eugenspiegeleien - Erfolgsgeschichte eines trickreichen Schelms"   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G3:
 
Termine Gruppe: G4 iCalendar Export für Outlook
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Mi. 18:00 bis 20:00 c.t. wöch. 14.10.2026 bis 03.02.2027  R11T - R11 T04 C36   Dr. Bettina Oeste: Family Entertainment Filme in kinder- und jugendliterarischen Medienverbünden   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G4:
 
Termine Gruppe: G5 iCalendar Export für Outlook
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Do. 12:00 bis 14:00 c.t. wöch. 22.10.2026 bis 04.02.2027  R11T - R11 T04 C87   Dr. Liane Schüller: Adoleszenz in Literatur und Film   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G5:
 
Termine Gruppe: G7 iCalendar Export für Outlook
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Di. 16:00 bis 18:00 c.t. wöch. 20.10.2026 bis 02.02.2027  R11T - R11 T04 C60   Dr. Lucas Alt: Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und seine Adaptionen   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe G7:
 


Zugeordnete Personen
Zugeordnete Personen Zuständigkeit
Schüller, Liane , Dr. verantwort
Oeste, Bettina , Dr. verantwort
Jagdschian, Larissa Carolin , Dr. verantwort
Fußbach, Caroline , M.A. verantwort
Schubert, Martin , Prof. Dr. verantwort
Alt, Lucas , Dr. verantwort
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

Gruppe 1: "Pippi Langstrumpf“ im Medienverbund [Dr. Larissa Carolin Jagdschian]

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Mit diesem Ausruf wird die Protagonistin Pippi Langstrumpf aus dem gleichnamigen Kinderroman von Astrid Lindgren berühmt. Erstmals erschien der Roman 1945 in Schweden. In Deutschland wurde der Kinderroman im westdeutschen Sektor 1949, in der DDR 1975 publiziert, und ist seitdem ein Klassiker der internationalen Kinderliteratur (vgl. Kümmerling-Meibauer 1999). Der Klassikerstatus lässt sich nicht allein damit begründen, dass die vielen Kinderromane von Astrid Lindgren die westdeutsche Kinderliteratur nach 1945 in entscheidendem Maße prägten – Hans Heino Ewers spricht von der sog. „Lindgren-Ära“ (Ewers 1995, S. 17) –, sondern auch weil ihr Roman im Medienverbund verbreitet wurde. Hörspiele, Theaterstücke, Apps oder Filme lassen die Geschichten rund um Pippi Langstrumpf zum Leben erwecken. Diesen Medienverbund wollen wir uns exemplarisch annähern. Ausgehend von einer Einführung in zentrale Begriffe (Medienverbund), Konzepte (Inter- und Transmedialität) und Modelle (Martinez/Scheffel, Preis, Kurwinkel/Schmerheim) schauen wir uns zwei Adaptionen an. Wir beginnen mit dem Roman als Ausgangspunkt des Medienverbundes, hören uns Sequenzen des Hörspiels (2025) und sehen uns zum Schluss Ausschnitte aus dem Kinderfilm (1969) an.

 

Gruppe 2: "Städtebücher in der frühen Neuzeit (Caroline Fußbach, M.A.)

Blocktermine: Fr 15.01. 15-18 Uhr / Mo 15.02. 10-18 Uhr / Di 16.02. 13-19 Uhr / Mi 17.02. 10-16 Uhr)

Mit den Civitates orbis terrarum, einer mehrbändigen Sammlung von Beschreibungen und Ansichten vor allem europäischer, aber auch exotischer und fremder Städte, bringen die Kölner Georg Braun und Franz Hogenberg beginnend im Jahr 1574 ein ganz neuartiges Konzept heraus. Zwar gab es auch bereits im Vorfeld Drucke von Reiseberichten, die Darstellungen von (unbekannten) Städten beinhalteten, wie beispielsweise Breydenbachs Peregrinatio in terram sanctam (1486), oder auch Kosmographien und Weltchroniken wie die von Sebastian Münster (1544) und Hartmann Schedel (1493), die jedoch keinen so hohen Anspruch an technische und künstlerische Qualität stellten und auch keinen Realitätsanspruch an die Beschreibungen und Darstellungen von Städten erhoben. Im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch europaweit in enger Verzahnung mit dem neu aufkommenden Konzept des Emblembuchs eine innovative Gestaltung von sogenannten Städtebüchern, von denen die Civitates orbis terrarum das bekannteste und wichtigste, aber nicht das einzige Beispiel darstellen. Im Seminar schauen wir uns exemplarisch einzelne Werke von Beginn des Buchdrucks bis zum Ende des 16. Jahrhunderts an und versuchen somit, die Linie dieser Entwicklung der neuartigen Gattung im Wechselspiel mit zeitgenössischer Literatur, Kunst und Kultur nachzuzeichnen.

 

Gruppe 3: Eulenspiegeleien – Erfolgsgeschichte eines trickreichen Schelms (Prof. Dr. Martin Schubert)

Termine: Mi 18-20 Uhr, wöchentlich

Kommentar: Die Geschichte von Eulenspiegel ist nicht nur einer der größten Erfolge des noch jungen Buchdrucks im frühen 16. Jahrhundert, sondern sie bietet auch ein Musterbeispiel für den raffinierten Schelm, der die etablierte Ordnung in Frage stellt und damit der Gesellschaft einen Spiegel vorhält, nach dem niemand gefragt hat. Diese Figur steht in langer literarischer Tradition und hat vor allem eine bemerkenswerte Rezeptionsgeschichte (über die ubiquitären Kinderbücher, über Gerhart Hauptmann, Erich Kästner und Daniel Kehlmann bis zu Musik und Film). Ziel der Veranstaltung ist die literaturwissenschaftliche Analyse des Textes und der Auswirkung von Bearbeitung und Medienwechsel In der Überlieferung.

Literatur: Ein kurtzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel. Nach dem Druck von 1515 hg. von Wolfgang Lindow. Stuttgart 1968 (7,60 €) – Weitere Texte werden in der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Bemerkung: Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

 

Gruppe 4: Family Entertainment Filme in kinder- und jugendliterarischen Medienverbünden (Dr. Bettina Oeste)

Termine: Mi 18-20 Uhr, wöchentlich

Literarische und mediale Sozialisation von Kindern vollzieht sich heute in einem vielfältigen Medienensemble. Neben Büchern prägen insbesondere Filme bereits vor Schuleintritt die Erfahrungswelt von Kindern und beeinflussen ihre ästhetische Wahrnehmung, ihr Literaturverständnis sowie ihre Persönlichkeitsentwicklung. Für angehende Grundschullehrkräfte ist es daher wichtig, literarische und filmische Medien gleichermaßen analysieren und ihre Potenziale für den Deutschunterricht reflektieren zu können. Das Seminar vermittelt grundlegende fach- und medienwissenschaftliche Kenntnisse zur Analyse von Filmen in kinder- und jugendliterarischen Medienverbünden. Zu Beginn werden die Merkmale und Abgrenzungen von Kinder-, Jugend- und Family-Entertainment-Filmen erarbeitet. Darauf aufbauend lernen die Studierenden zentrale Kategorien der Filmanalyse kennen und wenden diese exemplarisch auf ausgewählte Filme und Filmausschnitte an.

Im Mittelpunkt des Seminars steht der Medienverbund aus dem Jugendroman Wunder von R. J. Palacio und seiner gleichnamigen Verfilmung. Anhand dieses Beispiels werden die Wechselwirkungen zwischen literarischem und filmischem Erzählen untersucht sowie die jeweiligen Potenziale für die literarische Sozialisation, die Förderung von Empathie und Perspektivübernahme sowie den Einsatz im Lese- und Literaturunterricht der Grundschule diskutiert.

Im Rahmen der Prüfungsleistung wählen die Studierenden einen eigenen kinder- oder jugendliterarischen Medienverbund mit einem Family-Entertainment-Film aus. Auf Grundlage der im Seminar erarbeiteten fach- und medienwissenschaftlichen Kategorien analysieren sie die Beziehung zwischen Buch und Film und reflektieren deren Potenziale für die literarische Bildung sowie den Einsatz im Deutschunterricht der Grundschule.

Primärliteratur, die von allen Kursteilnehmerinnen anzuschaffen und gründlich zu lesen ist:

-          Palacio Raquel J. (2020):Wunder. München: dtv

-          Ein weiterer Family Entertainment Film mit dazugehöriger literarischer Vorlage (nach Absprache mit der Seminarleitung)

Über LSF zugelassene Teilnehmer*innen erhalten rechtzeitig zu Semesterbeginn die Zugangsdaten für den entsprechenden Moodle-Kursraum, über den alle relevanten Informationen sowie die endgültigen Teilnahme- und Zulassungsbedingungen kommuniziert werden.

 

Gruppe 5: Dr. Liane Schüller: Adoleszenz in Literatur und Film

Im Seminar beschäftigen wir uns mit literarischen Texten und Filmen, in denen Aspekte von Adoleszenz im Mittelpunkt stehen. Wir analysieren die verschiedenen 'adoleszenten' Versuchsanordnungen in den Texten und Filmen vor dem Hintergrund traditioneller Konfliktfelder und zeitloser Themen und Motive der Adoleszenz – bspw. Identitätssuche, Liebe und Sexualität, Generationenkonflikte –, aber auch aktueller Themen im Spannungsfeld von gegenwärtigen Adoleszenzerfahrungen zwischen Formen digitaler Gewalt (Cybermobbing, Online-Radikalisierung), Grenzüberschreitung und fragwürdigen Rollen- und Geschlechterbildern. 

Der Seminar- und Lektüreplan wird in der 1. Seminarsitzung bekannt gegeben.

Vor Start des Seminars sollten bestenfalls folgende Texte bereits gelesen und die angegebene Mini-Serie (ADOLESCENCE) geschaut worden sein:

  • Philip Barantini: ADOLESCENCE, 2025
  • Matthias Brandt: Blackbird. Stuttgart: Reclam 2023
  • Annette Herzog: Pssst! Wuppertal: Peter Hammer Verlag, 2013
  • Frank Wedekind: Frühlings Erwachen. Ditzingen: Reclam, 2000

 

Gruppe 6:  Superkerle! Oder doch nur toxische Männer? Medialisierungen von Männlichkeit und Heldentum. - Das Seminar fndet nicht statt.  -

 

Gruppe 7: Dr. Lucas Alt:  Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und seine Adaptionen

Erich Kästners 1929 veröffentlichter Roman „Emil und die Detektive“ gilt als wegweisender Klassiker der modernen Kinderliteratur: Anders als in vielen zeitgenössischen Kinderbüchern verlassen die jungen Protagonist:innen keine phantastische Welt, sondern bewegen sich eigenständig durch das großstädtische Berlin der Weimarer Republik. Der Roman verbindet Elemente des Kriminal- und Großstadtromans mit einer kindlichen Perspektive auf soziale Ungleichheit, Armut, Familie, Freundschaft und Verantwortung. Im Zentrum steht der zwölfjährige Emil Tischbein, der auf einer Reise nach Berlin bestohlen wird und gemeinsam mit einer Gruppe Berliner Kinder die Verfolgung des Diebes aufnimmt. Kästner entwirft dabei ein Bild von Kindern als handlungsfähigen, solidarischen und ernst zu nehmenden Akteur:innen. Der Roman hat seit seiner Erstveröffentlichung zahlreiche Bearbeitungen erfahren und ist Teil eines weitreichenden Medienverbundes. Besonders prägend war die erste Filmadaption von Gerhard Lamprecht aus dem Jahr 1931, die noch in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Roman entstand und das Berlin der Weimarer Republik filmisch inszeniert. Weitere Verfilmungen, etwa die westdeutsche Fassung von 1954, der Kinofilm von Franziska Buch (2001) oder die Adaption von David Dietl aus dem Jahr 2026 übertragen die Handlung jeweils in ihre eigene Gegenwart. Hinzu kommen Hörspiele, Theaterinszenierungen, Comics und weitere audiovisuelle Bearbeitungen sowie literarische Neubearbeitungen. In diesen Adaptionen verändern sich nicht nur Schauplätze, technische Kommunikationsformen und kindliche Lebenswelten, sondern auch die gesellschaftlichen Deutungen von Familie, Stadt und Kindheit. Diesem Medienverbund wollen wir uns exemplarisch annähern. Ausgehend von einer Einführung in zentrale Begriffe und Konzepte wie Adaption, Medienverbund, Intermedialität und Großstadtliteratur werden wir uns den unterschiedlichen Fassungen von „Emil und die Detektive“ exemplarisch annähern. Den Ausgangspunkt bildet Kästners Roman von 1929, den wir zunächst einer genauen Analyse unterziehen.

Die vorzubereitende Lektüre wird den Teilnehmenden vor Veranstaltungsbeginn bekanntgegeben.

 

Literatur Wegen Literatur beachten Sie bitte den Kommentar.

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Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden: