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Das "Májße-buch" – eine jiddische Erzählsammlung - Einzelansicht

  • Funktionen:
Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar/Übung Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 40
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    22.08.2026 - 20.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
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Do. 10:00 bis 12:00 c.t. wöch. 22.10.2026 bis 04.02.2027  R11T - R11 T03 C93   PD Dr. Simone Loleit   40
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Loleit, Simone , PD Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

 

Das erstmals 1602 in Basel unter dem Titel „Ajn schojn maasebuh“ veröffentlichte „Májße-buch“ (májßeß = ‚Geschichten‘) ist eine Sammlung von jüdischen Legenden und Exempeln aus Talmud, Midrasch, rabbinischer Literatur und der aschkenasischen Erzähltradition des Mittelalters. Es umfasst unterschiedliche Genres, darunter auch märchenhafte Stoffe und Motive. Es bezieht seine Texte aus mittelalterlichen hebräischen Handschriften sowie aus hebräischen Druckwerken des 16. Jh.s, die ins Jiddische übersetzt („geteitscht“) wurden. Die Sammlung adressiert sich an ein breites jüdisches Lesepublikum, denn das Werk konnte auch von denjenigen rezipiert werden, die über keine Hebräischkenntnisse verfügten, aber das Jiddische in hebräischer Schrift lesen konnte; insbesondere richtet sich das Werk an jüdische Frauen. Das „Májße-buch“ hat religiös erbaulichen und unterhaltenden Charakter.
Schwerpunktthemen des Seminars:
- Entstehungs-, Überlieferungs-, Rezeptions- und Quellengeschichte des „Máiße-buchs“
- Jiddische Sprache und hebräische Schrift
- Das „Máiße-buch“ im Kontext jüdischer (Alltags-)Kultur, Bräuche, Rituale und Feste
- sog. Rhein-Donau-Zyklus des „Máiße-buchs“, in dem die legendären Wundertaten des Rabbi Jehuda he-Chassid und seines Vaters Rabbi Samuel he-Rassid erzählt werden
- Tierfiguren und -motive im „Máißebuch“
Die Erzählungen aus dem „Máiße-buch“ bieten zahlreiche Anknüpfungsmöglichkeiten, um sich mit jüdischer Religion, Kultur und Geschichte zu beschäftigen. Dabei können auch interreligiöse und interkulturelle Aspekte sowie antisemitische Tendenzen in Vergangenheit und Gegenwart diskutiert werden.
Das Seminar wird wöchentlich stattfinden. Einzelne Sitzungen werden durch Exkursionen und einen Workshop (Blocktermin in der vorlesungsfreien Zeit) ersetzt. Geplant sind Exkursionen in die Alte Synagoge – Haus der Begegnung Essen (https://www.essen.de/leben/kultur_/alte_synagoge/alte_synagoge_startseite.de.html) sowie eine Führung zur WebApp „Zwischen den Häusern“ (https://www.lvr.de/miqua/miqua-erleben/selbststaendige-rundgaenge/zwischen-den-haeusern/) des MiQua in Köln. Die Terminabsprache für die Exkursionen erfolgt zu Semesterbeginn. Genauere terminliche und inhaltliche Informationen zum Workshop folgen.
Die Teilnahme an den Exkursionen und dem Workshop ist verbindlicher Bestandteil des Seminars.

Literatur

Die Erzählungen aus dem „Maiße-buch“ werden in deutscher Übersetzung gelesen. Da es aktuell leider keine im Buchhandel verfügbare Ausgabe gibt, werden ausgewählte Erzählungen als Digitalisate zur Verfügung gestellt. Der von Ulf Diederichs hrsg. u. ins Hochdeutsche übersetzte Band „Das Ma’assebuch. Altjddische Erzählkunst“ kann im Semesterapparat Nr. 17 eingesehen werden.

Zur vorbereitenden Lektüre empfohlen:
Marion Aptroot/Roland Gruschka: Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache. 2., durchges. Aufl. München 2010.


Weitere Literatur wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Bemerkung

Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 17 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
Mediävistik  - - - 4
Mediävistik  - - - 9
Germanistik  - - - 15
Germanistik  - - - 17