| Kommentar |
Was passiert, wenn wir soziale Konflikte nicht als Ausnahmezustände, sondern als Teil des Normalfalls von Gesellschaft betrachten? Wie lassen sich dann die Probleme beschreiben, mit denen sich die Soziale Arbeit konfrontiert sieht, und wie könnte sich eine entsprechende Aufgabenbestimmung der Sozialen Arbeit formulieren lassen? Das werden zentrale Fragen des Seminars sein.
Für eine solche konflikttheoretische Betrachtung bieten sich verschiedene theoretische Perspektiven an. Innerhalb des Seminars wird diese Betrachtung durch eine spezifische Theorie fokussiert. Im Zentrum steht der Begriff der Anerkennung. Gesellschaftliche Konflikte werden damit im Kern als Konflikte um Anerkennung gedeutet oder, wie Axel Honneth in einer einflussreichen Studie vorschlägt, als „Kämpfe um Anerkennung“. Diese Studie bildet den Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung. Vor dem Hintergrund dieser theoretischen Folie richten wir den Blick auf die Pädagogik und insbesondere auf die Sozialpädagogik. Dabei gehen wir theoretischen Vorschlägen nach, die eine anerkennungstheoretische Interpretation der Sozialen Arbeit vornehmen. |