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SE Erkenntnis, Wissenschaft und Sprache (M.A.): Von der Vernunftkritik zur Dekonstruktion: Eine systematische Einführung in die französische Philosophie - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfristen Anmeldephase Philosophie    15.08.2026 - 15.09.2026   
Einrichtung :
Philosophie
Zulassungsphase Philosophie    18.09.2026 - 15.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Philosophie
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
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Mi. 16:00 bis 18:00 wöch. 14.10.2026 bis 03.02.2027  R11T - R11 T03 C93       Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Ender, Sven , Dr.
Zuordnung zu Einrichtungen
Philosophie
Inhalt
Kommentar

Die zeitgenössische französische Philosophie (Poststrukturalismus, Diskursanalyse, historische Epistemologie) fasziniert durch ihre Radikalität, gilt jedoch oft als hermetisch und schwer zugänglich. Dieses Seminar bietet einen systematischen und fundierten Zugang zu diesen Theorien, indem es deren theoretische Wurzeln freilegt. Die Kernthese des Seminars lautet: Die Denkbewegungen von Derrida, Foucault, Deleuze und Guattari lassen sich nur dann in ihrer vollen Tragfähigkeit begreifen, wenn man ihre spezifisch französische Transformation der klassischen Subjekt- und Vernunftkritik versteht.

Wir erarbeiten uns diesen Zugang methodisch in drei Schritten:

  1. Die Fundamente (Vernunft und Unbewusstes): Wir beginnen mit Immanuel Kants kritischer Bestimmung der Vernunftgrenzen und Sigmund Freuds Entdeckung des Unbewussten, um das theoretische Problemfeld von Subjektivität und Rationalität abzustecken.
  2. Die französische Vermittlung (Bachelard und Lacan): Im zweiten Schritt untersuchen wir, wie diese Konzepte in Frankreich produktiv aufgenommen und radikalisiert wurden. Über Gaston Bachelards historische Epistemologie („der epistemologische Bruch“) und Jacques Lacans strukturalistische Psychoanalyse schlagen wir die Brücke zur Auflösung des klassischen Subjektbegriffs.
  3. Die Rezeption und Kritik (Derrida, Foucault, Deleuze & Guattari): Auf diesem Fundament analysieren wir schließlich die Haupttexte des neueren französischen Denkens. Wir prüfen die Tragfähigkeit von Jacques Derridas Konzept der Dekonstruktion, Michel Foucaults Analysen von Macht und Diskurs sowie das kollaborative Werk von Gilles Deleuze und Félix Guattari (Schizoanalyse und Rhizom-Theorie).
Literatur

Wird im Seminar bekannt gegeben

Bemerkung

B.A. LA GyGe: M5: SE Erkenntnistheorie/Wissenschaftstheorie; M10: SE Theoretische Philosophie

B.A. LA HRSGe: M5: SE Erkenntnistheorie/Wissenschaftstheorie

B.A. Angewandte Philosophie: M5: SE Erkenntnistheorie/Wissenschaftstheorie; M10: SE Theoretische Philosophie

M.A. (ab WS 2012/13): Ib, IIb, IIIb

M.Ed. GyGe: M3; M9

M.Ed HRSGe: M3


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 9 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden: