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Expressivität als Motor des Sprachwandels - Einzelansicht

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Grunddaten
Veranstaltungsart Seminar Langtext
Veranstaltungsnummer Kurztext
Semester WiSe 2026/27 SWS 2
Erwartete Teilnehmer/-innen Max. Teilnehmer/-innen 35
Credits Belegung Belegpflicht
Zeitfenster
Hyperlink
Sprache Deutsch
Belegungsfrist Anmeldefrist Germanistik Seminare    22.08.2026 - 20.11.2026    aktuell
Einrichtung :
Germanistik
Termine Gruppe: [unbenannt] iCalendar Export für Outlook
  Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Raum-
plan
Status Bemerkung fällt aus am Max. Teilnehmer/-innen E-Learning
Einzeltermine anzeigen
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Di. 14:00 bis 16:00 wöch. von 13.10.2026  R12V - R12 V01 D20 findet statt Fällt am 13.10.26 wg. Krankheit aus!   35 Präsenzveranstaltung
Gruppe [unbenannt]:
 


Zugeordnete Person
Zugeordnete Person Zuständigkeit
Gillmann, Melitta, Professorin, Dr. verantwort
Zuordnung zu Einrichtungen
Germanistik
Inhalt
Kommentar

Expressivität als Motor des Sprachwandels

Expressive sprachliche Ausdrücke wie der Exklamativsatz Wie geil ist das denn! dienen, vereinfacht gesprochen, dazu, eine hohe emotionale Beteiligung anzuzeigen. Das Bedürfnis expressiv zu kommunizieren, führt, insbesondere in jugendsprachlichen Stilen, dazu, dass immer wieder neue sprachliche Formen geschaffen werden. Das betrifft z.B. die Phänomenbereich der Intensivierer (Das schmeckt übelst/krank/übertrieben/über lecker) oder generaliserender Vokative (z.B. Digga, Alter, Bro, Bruder) sowie in Schimpf- und Tabuwörtern oder Spitznamen.

Im Seminar werden wir uns mit diesen und weiteren Phänomenbereichen befassen, wobei wir gegenwartssprachliche mit sprachhistorischen Tendenzen vergleichen werden. Das Seminar ist stark forschungsbasiert ausgerichtet. Wir erarbeiten zunächst gemeinsam theoretische Grundlagen von Expressivität (sowie verwandter Konzepte) und befassen uns mit methodischen Grundlagen empirischer Untersuchungen in der Linguistik. Danach werden Sie diese Grundlagen selbst anwenden, indem Sie in Kleingruppen eine selbstgewählte expressivitätsverdächtige Einheit auf ihre Formen und Funktionen untersuchen. Ihre Fallstudien können sowohl synchron als auch diachron angelegt werden.

Literatur

Koch, Peter/Oesterreicher, Wulf (1996): Sprachwandel und expressive Mündlichkeit. In: LiLi 26, 2, S. 64–96.

Pustka, Elissa (2014): „Was ist Expressivität?“, in: Pustka, Elissa/Goldschmitt, Stefanie (Hrsg.): Emotionen, Expressivität, Emphase, Berlin: Erich Schmidt Verlag, 11-39.


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 16 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2026/27 gefunden:
Linguistische Theorie  - - - 2
Seminar 2  - - - 3
Seminar 1  - - - 4
Seminar 3  - - - 5
Linguistik II  - - - 6
Linguistik I  - - - 7
Linguistik I  - - - 8
Linguistik II  - - - 9
Linguistik I  - - - 10
Linguistik II  - - - 11
Linguistik II  - - - 14
Linguistik I  - - - 15