Die Blockveranstaltung richtet sich an Masterstudierende und erschließt zentrale Perspektiven protestantischer Anthropologie und Sozialethik anhand der Begriffe Geschöpf, Teilhabe und Berufung.
Der Begriff „Geschöpf" eröffnet theologische Deutungen des Menschseins, in denen menschliche Würde und menschliche Begrenztheit zusammengedacht werden: Der Mensch empfängt sein Leben, ist auf Gott, seine Mitmenschen und auf die Schöpfung bezogen und trägt zugleich Verantwortung für die Gestaltung der Welt. „Teilhabe“ referenziert auf Formen gesellschaftlichen Miteinanders, Verteilungsfragen und ihre Reflexion im Rahmen einer Ethik des Sozialen, die nach gerechter Beteiligung, Anerkennung und Solidarität fragt. Mit „Berufung“ wird schließlich der Blick auf Arbeit und Alltag als Bereiche verantwortlichen Handelns gelenkt, die in evangelischer Tradition als Dienst an Gott und den Mitmenschen verstanden werden. Nach einer Erarbeitungsphase werden diese drei Leitbegriffe auf gegenwärtige gesellschaftliche Streitfragen bezogen, etwa auf Debatten über Geschlechterrollen und „Natürlichkeit“, über gerechte Teilhabe in einer digitalisierten und pluralen Gesellschaft sowie über die Anerkennung und Bewertung von Erwerbs-, Sorge- und ehrenamtlicher Arbeit.
Auf Grundlage bereits erworbener Kenntnisse wird methodisch daran gearbeitet, wie ethische Urteile gebildet und begründet werden können. Die Modulabschlussprüfung besteht in einer Präsentation, die in Kleingruppen vorbereitet wird. Das Thema kann in Absprache mit dem Dozenten und Abstimmung in der Seminargruppe selbst gewählt werden.
Die Block-Veranstaltung findet an folgenden Terminen von jeweils 9-16 Uhr statt:
17. und 18. Oktober / 7. und 8. November / sowie am 5. Dezember.
**Bitte schreiben Sie sich unbedingt vor dem ersten Blocktermin in den Moodle-Kurs ein, damit eine sinnvolle Vorbereitung möglich ist.