Zur Seitennavigation oder mit Tastenkombination für den accesskey-Taste und Taste 1 
Zum Seiteninhalt oder mit Tastenkombination für den accesskey und Taste 2 
  1. SoSe 2025
  2. Hilfe
  3. Sitemap
Switch to english language
Startseite    Anmelden     
Logout in [min] [minutetext]

aktuell
Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 3 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2025 gefunden:
  • Funktionen:
Stadt 4 - Stadt- und Verkehrsmanagement (ehemals Verkehrswesen 5)    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Seminar     SoSe 2025     4 SWS     jedes 2. Semester     ECTS-Punkte: 6     https://www.uni-due.de/imobis/studium
   Fachgebiet: Mobilitäts- und Stadtplanung    
   Teilnehmer/-in  Maximal : 30  
 
   Zielgruppe/Studiengang   Master of Science Bauingenieurwesen, Abschluss 87, Master of Science Bauingenieurwesen (87257)   ( 1. - 3. Semester ) - Kategorie : Wahlpflichtmodul    
   Zugeordnete Lehrpersonen:   Wittowsky verantwort ,   Groth verantwort ,   Aertker begleitend
 
 
   Termin: Donnerstag   14:00  -  18:00    wöch.    Maximal 30 Teilnehmer/-in       Raum :   A-001   A  
  Donnerstag   14:00  -  18:00    wöch.   
 
 
   Kommentar:
 
ACHTUNG: Die Kurseinschreibung erfolgt dieses Jahr über LSF und nicht wie in den vergangenen Jahren über Moodle. Die Einschreibung über LSF ist ab dem 25. März 2025 um 8:00 Uhr möglich und bleibt bis zum 07. April 2025 um 23:59 Uhr offen. 
 
Der Kurs ist auf 30 Teilnehmende begrenzt. Ist die maximale Teilnehmerzahl erreicht, werden keine weiteren Studierenden eingeschrieben. Es gibt eine Warteliste für den Fall, dass der Kurs bereits voll ist.

 
Die Teilnahme an der ersten Veranstaltung am 10.04.2025 um 14:00 Uhr in A-001 (Altendorfer Straße) ist verpflichtend. Bei Nichterscheinen am ersten Termin ohne vorherige Abmeldung ist eine Teilnahme am Kurs nicht möglich und ihr Platz wird an die Warteliste weitergegeben.
 
 
Informieren Sie sich regelmäßig über unsere Homepage oder Facebook sowie über das LSF über kurzfristige Änderungen im Ablauf.
 
Das imobis hat eine Mailingliste, über die auch unabhängig von einer spezifischen Lehrveranstaltung Informationen zur Lehre verschickt werden. Sie können sich hier für die Mailingliste anmelden.
 
   Bemerkung:

Die multioptionale Stadt und Elektrifizierung der Verkehrssysteme – wie sieht die Transformation einer nachhaltigen Mobilität von morgen aus?


SEMINARBESCHREIBUNG

Die Art und Weise, wie eine Stadt ihr Verkehrssystem organisiert, beeinflusst maßgeblich die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe ihrer Bevölkerung. Während das Auto für viele Menschen nach wie vor die bevorzugte und bequemste Form der Mobilität darstellt, sind die negativen Folgen einer autogerechten Stadtentwicklung – von Umweltbelastungen über Flächenverbrauch bis hin zur Mobilitätsungerechtigkeit und zur sozialer Exklusion – allgegenwärtig. Gleichzeitig gewinnen nachhaltige Mobilitätskonzepte und neue Mobilitätsformen an Bedeutung, die auf Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung und eine verträgliche Abwicklung durch multimodale und elektrifizierte Verkehrssysteme (E-Autos, E-Bikes, E-Scooter) setzen. Besonders herausfordernd ist es jedoch, diese Veränderungen sozial gerecht zu gestalten, sodass vulnerable Bevölkerungsgruppen nicht von neuen Mobilitätslösungen ausgeschlossen werden. Im Stadtteil Essen-Altendorf, der durch eine hohe soziale Heterogenität und spezifische infrastrukturelle Herausforderungen gekennzeichnet ist, zeigt sich exemplarisch, welche Faktoren die Mobilitätsentscheidungen dieser Gruppen beeinflussen und welche Hemmnisse bei der Nutzung nachhaltiger Mobilitätsangebote bestehen.


ZIELSETZUNG UND AUFGABENSTELLUNG

Das Seminar hat das Ziel, Masterstudierenden des Bauingenieurwesens eine fundierte methodische und praxisnahe Einführung in die Herausforderungen der urbanen Mobilitätswende zu geben. Dabei wird der Stadtteil Essen-Altendorf als Fallbeispiel dienen, um die Mobilitätsbedürfnisse heterogener Bevölkerungsgruppen zu analysieren und vor dem Hintergrund der aktuellen Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik zu diskutieren.

Die Studierenden werden sich zunächst mit den (theoretischen) Grundlagen der Mobilitätswende auseinandersetzen. Dabei wird insbesondere betrachtet, inwieweit multimodale Mobilitätskonzepte – also die Kombination verschiedener Verkehrsmittel wie ÖPNV, Fahrrad, E-Scooter oder Carsharing – als Alternative zum privaten Pkw für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in Frage kommen bzw. komplexe Wegeketten und fehlende Angebote kaum Wahlmöglichkeiten bieten. Im Anschluss daran erfolgt eine detaillierte Analyse des Stadtteils Essen-Altendorf, um dessen infrastrukturelle Gegebenheiten sowie die soziodemografische Struktur seiner Bevölkerung zu erfassen. Diese Betrachtung dient als Grundlage für die Entwicklung eines empirischen Konzeptes, mit dem die Mobilitätsbedürfnisse, -präferenzen und die Akzeptanz neuer Mobilitätsformen unter den Bewohner:innen des Stadtteils erhoben werden sollen. Eine Aufgabe im Seminar ist es, einen standardisierten Fragebogen zu erstellen, mit dem die Studierenden Daten zur alltäglichen Mobilität und zu den Einstellungen gegenüber verschiedenen Mobilitätsformen erfassen. Die quantitative Befragung wird im Quartier durchgeführt, um ein möglichst breites Bild der Mobilitätspraktiken und -barrieren der dort lebenden Menschen zu erhalten. Ergänzend besteht die Möglichkeit, qualitative Interviews durchzuführen oder räumliche Analysen in das Erhebungsdesign zu integrieren, um infrastrukturelle Faktoren der Mobilität näher zu beleuchten. Nach der Datenerhebung folgt die Auswertung, bei der die Studierenden grundlegende quantitative Analysemethoden anwenden, um Muster und Zusammenhänge zwischen Mobilitätsverhalten, sozialer Lage und Akzeptanz neuer Mobilitätsangebote zu identifizieren.Zum Abschluss sollen die Ergebnisse in ein Handlungs-/Transformationskonzept überführt werden.