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Die Veranstaltung wurde 8 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2024/25 gefunden:
  • Funktionen:
Theoriebildung (Soziologische Theorie und empirische Forschung)    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Seminar     WiSe 2024/25     2 SWS     keine Übernahme    
   Fakultät: Fakultät für Gesellschaftswissenschaften    
 
   Zugeordnete Lehrperson:   Armbruster
 
 
   Termin: Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 30 Teilnehmer/-in
Beginn : 10.10.2024    Ende : 10.10.2024
      Raum :   LK 051   LK  
  Donnerstag   12:00  -  14:00    wöch.    Maximal 30 Teilnehmer/-in
Beginn : 17.10.2024    Ende : 30.01.2025
      Raum :   LK 061   LK  
 
 
   Kommentar:

Soziale Praxis ist ständig innovativ: Akteure entwickeln neue Strategien für Herausforderungen, die die soziale Umwelt ihnen aufdrängt. In Interaktionen wird beständig Neues entwickelt, insofern dienen sie als „Spielmaterial für gesellschaftliche Evolution“ (Luhmann). Und die Soziologie ist gut darin, Neues zu entdecken – selbst wenn die Praxis schon seit Ewigkeiten existiert. All die neuen und alten, aber noch unbekannten Handlungsweisen und Strategien treten uns Soziologinnen und Soziologen erst einmal als Black Box gegenüber – sie sind insofern erklärungsbedürftig. In diesem Seminar wird es daher darum gehen, die Black Box zu öffnen und sozial Neues zu entdecken und zu erklären.

Die Frage allerdings, wie sozial Neues zu erklären ist, steht erst seit Kurzem im Fokus der Soziologie. Denn bisher schien das Problem, wie in der Wissenschaft Ideen und Einfälle entstehen, wissenschaftstheoretisch „einer logischen Analyse weder fähig noch bedürftig zu sein“ (Popper). Man gab sich damit zufrieden, dass die Erklärung von Neuem einfach passiert, und kultivierte gleichzeitig Vorstellungen von bewundernswerten, genialen Denkern – wie etwa Luhmann oder Bourdieu. Jedoch hat kürzlich Richard Swedberg den Ansatz des theorizing vorgelegt, der genau an dieser Leerstelle ansetzt. Fokussiert auf den „Entdeckungszusammenhang“ soziologischer Theorie bietet das theorizing eine Methodologie, um für neue soziale Phänomene eine soziologische Erklärung zu finden. Theorizing setzt Kreativität frei, basiert zugleich aber auch auf Austausch und Kollaboration. Wir wollen in diesem Seminar das theorizing und die darin enthaltenden Schritte nutzen, um mit ihnen soziologisch neue soziale Handlungen zu erklären. Es soll die Fähigkeit eingeübt werden, wie man aufgrund von empirischen Daten (in einem weiten Verständnis) eine soziologische Erklärung eines neuen sozialen Phänomens entdeckt. Insofern handelt es sich bei dem Seminar um ein Experiment, in dem die unterschiedlichen Schritte, wie eine Theorie entdeckt werden kann, verfolgt werden.

 
   Bemerkung:

Bitte beachten Sie, dass der Schwerpunkt des theorizings nach Swedberg in diesem Wintersemester zum letzten Mal angeboten wird.

English title: Theorizing