Kommentar: |
Wie kommt es, dass bestimmte Dinge oder Ereignisse lustig, ekelig oder beschämend sind? Laut dem Sentimentalismus von Justin D’Arms und Daniel Jacobson liegt dies daran, dass dies Dinge oder Ereignisse sind, auf die wir angemessenerweise mit Humor, Ekel oder Scham reagieren. Diese Werte bzw. Unwerte gibt es entsprechend nur deswegen, weil wir Menschen Dispositionen zu bestimmten emotionalen Reaktionen haben. Es handelt sich daher dabei um „sentimentale“ oder „anthropozentrische“ Werte – Werte, die es nur für Menschen mit den entsprechenden emotionalen Dispositionen gibt. Solche Werte werden entsprechend nicht durch uns entdeckt, sondern durch uns zustande gebracht. Im Seminar werden wir diese Kernthese genauer verstehen lernen und kritisch diskutieren. Die These hat den Vorzug, dass sie eine nachvollziehbare Erklärung für die Existenz von Werten liefert, die sonst mysteriös erscheinen können. Kann man aber die Idee einer angemessenen Reaktion verstehen, ohne unabhängig von uns existierende Maßstäbe vorauszusetzen? Und führt eine solche Konzeption nicht zu einem inakzeptablen Relativismus?
Im Seminar werden wir zusammen das Buch „Rational Sentimentalism“ von D’Arms und Jacobsen sowie kritische Stellungnahmen dazu lesen. Die Kapiteln des Buches können von der Unibibliothek online herunter geladen werden. |
Bemerkung: |
B.A. LA GyGe: M6:SE Meta-Ethik; M11:SE Praktische Philsoophie
B.A. LA HRSGe: M6A/6B: SE Meta-Ethik
B.A. Angewandte Philosophie: M6:SE Meta-Ethik; M11:SE Praktische Philsoophie
M.A. Philosophie: Ic, IIc, IIIc: SE Moralphil./Ang. Ethik/Polit. Phil.; Id, IId, IIId: SE Kultur- und Sozialphilosophie
M.Ed. GyGe (ab WS 2014/15): M4; M5; M10; M11
M.A. Theorie des Sozialen: Kernmodul P2: SE Normative Dimensionen des Sozialen |