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Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden:
  • Funktionen:
Digitale Misogynie    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Seminar     WiSe 2025/26     keine Übernahme    
   Lehreinheit: Kommunikationswissenschaft    
   Teilnehmer/-in  Maximal : 60  
 
   Zugeordnete Lehrperson:   Krug verantwort
 
 
Zur Zeit keine Belegung möglich
   Termin: findet statt    Montag   12:00 (c.t.)  -  14:00    wöch.
Beginn : 13.10.2025    Ende : 02.02.2026
      Raum :   R11 T04 C87   R11T  
 
 
   Kommentar:

Digitale Räume haben neue Formen der Gewalt und Diskriminierung hervorgebracht, die tief in gesellschaftliche Machtstrukturen eingebettet sind. Misogynie äußert sich online nicht nur in expliziten Angriffen, sondern auch in subtilen Praktiken der Herabwürdigung, des Ausschlusses und der Silencing-Strategien gegenüber Frauen und marginalisierten Geschlechtern. Das Seminar widmet sich der Frage, wie Misogynie in digitalen Kommunikationsräumen konstruiert, reproduziert und angefochten wird.
Ziel des Seminars ist es, die vielfältigen Ausdrucksformen digitaler Misogynie zu untersuchen – von sexualisierter Belästigung und Hate Speech über „virtual manhood acts“ in Kommentarspalten bis hin zu algorithmisch verstärkten Diskursen auf Social Media. Dabei steht im Mittelpunkt, wie Geschlechterverhältnisse durch Sprache, Bildpolitik und Plattform-Architekturen interaktiv hergestellt und normiert werden.
Im Zentrum des Seminars steht ein umfangreicher Korpus von knapp 2.000 misogynen Chatnachrichten, der gemeinsam analysiert wird. Methodisch ist das Seminar offen – sowohl qualitative, diskursanalytische und konversationsanalytische als auch digitale, corpusbasierte und visuelle Verfahren sind willkommen. Gemeinsam entwickeln wir Herangehensweisen, um diese Daten systematisch zu erschließen und kritisch zu reflektieren.
Themenschwerpunkte des Seminars sind u.a. Formen und Funktionen digitaler Misogynie in verschiedenen Plattformkontexten (Foren, YouTube, Social Media, Games), sexualisierte Gewaltformen im digitalen Raum (z. B. Dick Pics, Creepshots, Incel-Bewegung) und ihre emotionalen, sozialen und psychologischen Auswirkungen, geschlechtliche Zuschreibungen, normierende Diskurse und Widerstandsformen online sowie feministische Medienkritik, Online-Aktivismus und Gegenstrategien.
Das Seminar bietet Raum für eigenständige empirische Arbeiten auf Basis des Datenkorpus oder anderer digitaler Quellen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit digitaler Misogynie reflektieren wir auch forschungsethische Fragen, insbesondere im Umgang mit gewaltvollen Daten.