Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2022/23 , Aktuelles Semester: SoSe 2024
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Exemplarische Textanalyse II (nicht Grundschule)    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Seminar/Übung     WiSe 2022/23     2 SWS    
   Lehreinheit: Germanistik    
 
   Zugeordnete Lehrpersonen:   Schlicht ,   Steinmayr ,   van Gemert, LL.M. ,   Pontzen ,   Dr. Borghardt ,   Zimmer ,   Hermes ,   Winter ,   Kurbjuhn
 
   Gruppe:
G4   
   Termin: Montag   14:00 (c.t.)  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 10.10.2022    Ende : 30.01.2023
      Raum :   R11 T04 C60   R11T  
  Winter, Dr. Katja: Otnit: Auf der Suche nach dem Helden
 
 
   Gruppe:
G2   
   Termin: Donnerstag   12:00 (c.t.)  -  14:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 13.10.2022    Ende : 02.02.2023
      Raum :   R11 T06 C85   R11T  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra: Exemplarische Textanalyse II
 
  Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 10.11.2022    Ende : 10.11.2022
      Raum :   S05 T03 B94   S05T Hörsaalzentrum  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra
 
  Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 17.11.2022    Ende : 17.11.2022
      Raum :   R09 S04 B17   R09S  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra
 
  Donnerstag   12:00  -  14:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 24.11.2022    Ende : 19.01.2023
      Raum :   S05 T03 B94   S05T Hörsaalzentrum  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra
 
  Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 26.01.2023    Ende : 26.01.2023
      Raum :   T03 R03 D75   T03R  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra
 
  Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 02.02.2023    Ende : 02.02.2023
      Raum :   S05 T03 B94   S05T Hörsaalzentrum  
  Pontzen, Prof. Dr. Alexandra
 
 
   Gruppe:
G1   
   Termin: Donnerstag   14:00 (c.t.)  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 13.10.2022    Ende : 02.02.2023
      Raum :   R12 V01 D90   R12V  
  Borghardt, Dennis: Autosoziobiographien in der Gegenwartsliteratur
 
 
   Gruppe:
G5   
   Termin: Donnerstag   14:00 (c.t.)  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 13.10.2022    Ende : 27.10.2022
      Raum :   T03 R02 D39   T03R  
  Steinmayr, Dr. Markus: Prosa des Naturalismus
 
  Donnerstag   14:00  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 01.12.2022    Ende : 02.02.2023
      Raum :   T03 R02 D39   T03R  
  Steinmayr, Dr. Markus
 
 
   Gruppe:
G3   
   Termin: keine Angabe   08:00 (c.t.)  -  18:00    Block+SaSo    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 20.01.2023    Ende : 22.01.2023
      Raum :   T03 R03 D75   T03R  
  Zimmer, Jörg: Vorreden zu Sprichwörtersammlungen der Reformation
 
 
 
   Termin: Donnerstag   12:00  -  14:00    EinzelT    Maximal 35 Teilnehmer/-in
Beginn : 26.01.2023    Ende : 26.01.2023
  
 
   Gruppe:
G7   
   Termin: Montag   14:00 (c.t.)  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in       Raum :   R12 R05 A84   R12R  
  Hermes, PD Dr. Stefan: Wilhelm Raabe: Novellen
 
 
   Gruppe:
G8   
   Termin: Montag   14:00  -  16:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in       Raum :   R11 T04 C14   R11T  
  Kurbjuhn, Charlotte Dr.: Lyrische Formen: 500 Jahre deutsche Lyrikgeschichte
 
 
   Gruppe:
G6   
   Termin: Donnerstag   16:00 (c.t.)  -  18:00    wöch.    Maximal 35 Teilnehmer/-in       Raum :   R11 T04 C84   R11T  
  van Gemert, Prof. Dr. Guillaume, LLM: Textanalyse
 
 
 
   Kommentar:

G1: Borghardt, Dennis: Autosoziobiographien in der Gegenwartsliteratur

Spätestens mit dem Erfolg von Didier Eribons Retour à Reims (2009; dt.: Rückkehr nach Reims, 2016) zählen Autosoziobiographien zu den ubiquitären und vielfach reüssierenden Phänomenen der Gegenwartsliteratur. Als zwischen Literatur und Soziologie situierte Textsorte werden in ihnen Fragen nach Milieu- und Klassenzugehörigkeit, nach sozialem Auf- und Abstieg sowie nach den Wechselbeziehungen zwischen Subjekt und Sozialisationsinstanzen gestellt, die für sich neben literarischer auch politische Relevanz beanspruchen.

Das Seminar beschäftigt sich, ausgehend von einer Reflexion der Analysegrößen ‚Autobiographie‘ und ‚Gesellschaft‘, mit exemplarischen Texten der Gegenwartsliteratur, in denen autosoziobiographisches Schreiben wichtige Rollen und Funktionen einnimmt. Die Kenntnis folgender Primärtexte wird vorausgesetzt:

Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse

Daniela Dröscher: Zeige Deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft

Didier Eribon: Rückkehr nach Reims

Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen

 

Teinahmebedingungen: Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

 

 

G2: Pontzen, Prof. Dr. Alexandra: Später Realismus - Frühe Moderne

Das Seminar widmet sich Erzähltexten auf der Epochenschwelle und versucht u.a. mithilfe von Marianne Wünschs Ansätzen einer erzählstrukturell begründeten Grenzziehung am Beispiel prominenter Themen wie Ehebruch die spezifischen Erzählweisen genauer in den Blick zu nehmen. Dabei orientieren wir uns an den Kategorien von Gerard Genettes Erzähltextanalyse, die u.a. bei Scheffel/Martinez: Einführung in die Erzähltheorie didaktisch aufbereitet werden.

Wir behandeln folgende Primärtexte:

Theodor Fontane: Effi Briest (Ausgabe: Berlin: Insel Verlag 2011)

Eduard von Keyserling: Wellen (Ausgabe: Hrsg., kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Gabriele Radecke, Stuttgart: Reclam 2018)

Arthur Schnitzler: Frau Beate und ihr Sohn (Ausgabe: Gesammelte Werke. Die erzählenden Schriften, Band 2, Frankfurt a.M. 1961, S. 42-112; voller Zugriff auf www.zeno.org)

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN Zu erbringende Studienleistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

LITERATUR Einführende Texte und Literaturhinweise werden rechtzeitig im Moodle-Kursraum zur Verfügung stehen.

 

G5 Steinmayr, Dr. Markus: Prosa des Naturalismus

 

Gelesen werden folgende Texte: Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel, Philipp Langmann: Ein Unfall und Max Kretzer: Meister Timpe. Garniert werden die Lektüren durch eine Auseinandersetzung mit naturalistischer Programmatik und Ästhetik. Ein digitaler Semesterapparat wird erstellt. Dort werden Sie weitere Seminarmaterialien finden. Die Zugangsdaten erhalten Sie in der ersten Sitzung.

 

G3: Jörg Zimmer, M.A.: Ankündigung für das Blockseminar: Exemplarische Textanalyse II: Vorreden zu Sprichwörtersammlungen der Reformation


Ort: Campus Essen, Raum: T03 R03 D75

Blockseminar vom 20. bis 22. Januar 2023

Kommentar: Vorreden geben Auskunft zur Intention der Autoren, aber auch zum Zielpublikum und zur Zeit der Entstehung. In diesem Blockseminar zur exemplarischen Textanalyse wollen wir uns Vorreden zu Sprichwörtersammlungen der Reformation genauer anschauen. Johannes Agricola, Sebastian Franck und Martin Luther sammeln und kommentieren parallel zueinander volkstümliche Sprichwörter und Redensarten.

In ihren Vorreden berichten sie, welche Bedeutung diese Mikrotexte aus dem Volksmund für die Menschen und das Miteinander haben. Ein Blick auf das Sprichwort im heutigen Deutschunterricht wird zeigen, dass der kommunikative und didaktische Wert dieser sprachlichen Kleinformen ungebrochen ist, zumal in ihnen die Grundmotive der Dichtung zu finden sind. Vier Wochen vor Beginn des Blockseminars finden Sie im zugehörigen Moodle-Kursraum Quell- und Sekundärtexte sowie Literaturangaben.

 

 PD Dr. Stefan Hermes: Wilhelm Raabe: Novellen

In diesem Seminar wollen wir uns zunächst anhand theoretischer Aufsätze über einige Begriffe und Konzepte verständigen, die für die literaturwissenschaftliche Textanalyse und -interpretation von elementarer Bedeutung sind. Anschließend wird es darum gehen, bereits vorhandene narratologische Kenntnisse zu verfestigen und zu erweitern, indem wir uns intensiv mit drei frühen Novellen Wilhelm Raabes – Holunderblüte (1863), Die Hämelschen Kinder (1863) und Else von der Tanne (1865) – auseinandersetzen. Allerdings werden wir es nicht bei close readings belassen, sondern uns auch um eine Verortung der benannten Texte innerhalb der Epoche des Bürgerlichen Realismus bemühen. Dabei dürfte sich zeigen, dass viele der Themen, die Raabe im Medium der Literatur verhandelt, auch heute noch erhebliche Relevanz besitzen: Dies betrifft Erfahrungen kultureller und religiöser Differenz ebenso wie ökonomische Ungleichheiten und Gender-Konflikte. Gegen Ende des Semesters soll dann das Verfassen einer Hausarbeit unter anderem dadurch vorbereitet werden, dass wir uns (kritisch) mit wichtigen Forschungsbeiträgen zu Raabes Werken beschäftigen.

 

G4: Dr. Katja Winter: Titel: Otnit: Auf der Suche nach dem Helden

Kommentar: Otnit, der Held des gleichnamigen mittelalterlichen Werkes, ist König der Lombarden und mächtiger Herrscher mit Zwölf-Mann-Stärke, der auf seinen Aventiuren, seiner Brautwerbungsfahrt auf die andere Seite des Meeres und dem abschließenden Drachenkampf für heldenepische Narrationen typische Abenteuer erlebt. Ob und wie Otnit diese besteht und ob er auch im Vergleich zu anderen mittelalterlichen und modernen Helden von Siegfried, dem Drachentöter, über Superman bis zu Corona-HeldInnen als heldenhaft gilt, werden wir im Seminar hinterfragen. Im Fokus steht also eine vom Otnit ausgehende intertextuelle Analyse von Heldennarrativen und die Frage, was einen Helden überhaupt zu einem Helden macht.  

 

G6: Prof. Dr. Guillaume van Gemert, LL.M., Seminar: Exemplarische Textanalyse II, Titel: Der ‚Iwein‘ Hartmanns von Aue

Kommentar: Anhand des wohl zu Beginn des 13. Jahrhunderts entstandenen Artusromans ‚Iwein‘ Hartmanns von Aue (um 1165 – um 1215) soll die Praxis der Interpretation von mittelalterlichen Erzählwerken eingeübt und in die Techniken des literaturwissenschaftlichen Arbeitens eingeführt werden. In 13 Episoden, die eine bunte Abenteuerkette darstellen, durchläuft Iwein, der ‚Ritter mit dem Löwen‘, den für den Artusroman typischen doppelten Weg, der von der Eroberung der geliebten Frau über deren Verlust durch eigene Verschuldung zu deren erneuter Gewinnung, und zwar für immer, führt. Insgesamt ermöglicht Hartmanns ‚Iwein‘ eine differenzierte Sicht auf höfische Idealvorstellungen.

Literatur: Dem Seminar wird folgende Textausgabe zu Grunde gelegt: Hartmann von Aue: Iwein. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch. Herausgegeben und übersetzt von Rüdiger Krohn. Kommentiert von Mireille Schnyder. Stuttgart 2012 u.ö. (= Reclams Universal-Bibliothek 19011). ISBN 978-3-15-019011-1.

Leistungsnachweis: Die zu erbringenden Leistungen bzw. Bedingungen zum Erwerb eines Leistungsnachweises bzw. eines Teilnahmenachweises werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

 
   Literatur: Wegen Literatur beachten Sie bitte den Kommentar.
 
   Bemerkung: Zu Scheinbedingungen beachten Sie bitte den Kommentar.