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Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2016 , Aktuelles Semester: WiSe 2023/24
  • Funktionen:
Proseminare Frühe Neuzeit    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Proseminar     SoSe 2016     2 SWS     keine Übernahme    
   Lehreinheit: Geschichte    
 
   Zugeordnete Lehrpersonen:   Bosbach ,   Peters ,   Greifenberg
 
   Gruppe:
G1   
Zur Zeit keine Belegung möglich
   Termin: Donnerstag   10:00  -  12:00    wöch.
Beginn : 21.04.2016    Ende : 14.07.2016
      Raum :   V15 R02 G84   V15R  
  Greifenberg
 
 
   Gruppe:
G2   
Zur Zeit keine Belegung möglich
   Termin: Donnerstag   16:00  -  18:00    wöch.
Beginn : 21.04.2016    Ende : 14.07.2016
      Raum :   R12 V05 D81   R12V  
  Bosbach
 
 
   Gruppe:
G3   
Zur Zeit keine Belegung möglich
   Termin: Freitag   12:00  -  14:00    wöch.
Beginn : 22.04.2016    Ende : 15.07.2016
      Raum :   R12 V05 D81   R12V  
  Peters
 
 
 
   Kommentar:

 

Gruppe 1: Dominik Greifenberg (Do 10-12): Burgund und der Rhein-Maas-Raum

Philipp der Kühne wurde 1363 von seinem Vater, König Johann dem Guten von Frankreich, mit Burgund belehnt. Dies war der Ausgangspunkt für die Entstehung des Hauses Burgund und gleichsam der Startschuss für den Aufstieg des Herzogtums zur Mittelmacht im 15. Jahrhundert. Als unmittelbare Nachbarn waren die niederrheinischen Territorien Kleve, Geldern und Jülich-Berg, wie Petra Ehm-Schocks feststellt, sowohl die gegebenen Verbündeten als auch die Objekte der Ausdehnungsambitionen der Herzöge von Burgund. Die sukzessive Annektierung des Herzogtums Geldern zwischen 1472 und 1474 sowie die Belagerung der Stadt Neuss 1474/75, die beide in die Herrschaftszeit Karls des Kühnen (* 1433-† 1477) fallen, stellen zwei wesentliche Momente burgundischer Einflussnahme am Niederrhein dar. Zwischen den Burgundern und den niederrheinischen Fürsten bestanden teilweise enge Verbindungen, die sich auch in einem regen kulturellen Austausch niedergeschlagen haben. Auch deshalb war es den Herzögen von Burgund anfangs möglich, am Niederrhein die geopolitische Toleranzgrenze des Reiches auszuloten. Im Seminar sollen vor allem die politischen und kulturgeschichtlichen Zusammenhänge und Entwicklungen der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in den Blick genommen werden, die den Niederrhein kurzfristig in den Fokus europäischer Politik haben rücken lassen.  Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar ist die Bereitschaft sich mit mittelniederdeutschen und frühneuhochdeutschen Quellentexten auseinanderzusetzen! Literaturhinweise:

Böck, Matthias: Herzöge und Konflikt. Das spätmittelalterliche Herzogtum Geldern im Spannungsfeld von Dynastie, ständischen Kräften und territorialer Konkurrenz (1339-1543), Geldern 2013.

Ehm-Schnocks, Petra: Burgund und das Reich (Pariser Historische Studien 61), München 2002.

Lange, Joseph (Hrsg.): Neuss, Burgund und das Reich (Schriftenreihe des Stadtarchivs Neuss), Neuss 1975.

 

Gruppe 2: Franz Bosbach (Do 16-18): Formen des Verhandelns auf dem Westfälischen Friedenskongress (1644-1649)

Friedenskongresse treten in der Geschichte Europas als eigentümlicher Teil der Friedensfindung erst seit dem 17. Jahrhundert auf. Die für dieses Jahrhundert charakteristische Kriegsverdichtung durch multilaterale Konflikte fand ihre Entsprechung in einem Verhandeln und Friedenschließen der Kriegsparteien auf Friedenskongressen. Der erste war der Westfälische Friedenskongress, der hinsichtlich der Organisation und der Gestaltung des Friedensfindungsverfahrens für die Folgezeit vorbildlich wurde. Das Seminar befasst sich an seinem Beispiel mit der Gestaltung frühneuzeitlicher Friedensverhandlungen, die im Einzelnen in ihrer Genese und in ihrem Zusammenwirken betrachtet werden sollen.

Literatur zur Vorbereitung:

Konrad Repgen, Die Hauptprobleme der westfälischen Friedensverhandlungen von 1648 und ihre Lösungen, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 62 (1999), 399-438.

 

Gruppe 3: Sebastian Peters (Fr 12-14): Von „Entrepreneurs“ und Zunftmeistern – Facetten des Gewerbes in der Frühen Neuzeit

Die Frühe Neuzeit wies in ihrer Eigenschaft als Übergangsepoche zwischen Mittelalter und Moderne verschiedene nebeneinander existierende Formen gewerblicher Produktion auf, welche teils ineinander übergingen oder in Konkurrenz zueinander stehen konnten. So traten etwa die, auf ein neues kapitalistisch orientiertes unternehmerisches Denken zurückgehenden, Produktionsformen der Manufaktur und des sogenannten Verlags verstärkt zum zumeist zünftig organisierten Handwerk hinzu. Im Rahmen des Seminars werden die diversen Erscheinungsformen des frühneuzeitlichen Gewerbes Betrachtung finden, um Einblicke in das Wirtschaftshandeln und -denken der Epoche nehmen zu können.

Literatur

Reininghaus, Wilfried: Gewerbe in der Frühen Neuzeit [= Enzyklopädie deutscher Geschichte, Band 3] München. 1990. (Auch als Online-Ressource via Universitätsbibliothek Duisburg-Essen verfügbar)