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Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden.
Veranstaltung ist aus dem Semester
SoSe 2026
, Aktuelles Semester: WiSe 2026/27
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Die „natürliche“ Ordnung – Rollenideale im Diskurs von Familiensoziologie und Extremismus
Sprache: Deutsch
Belegpflicht
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(Keine Nummer)
Seminar
SoSe 2026
2 SWS
keine Übernahme
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Fakultät:
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Gesellschaftswissenschaften
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Zugeordnete Lehrperson:
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Brocker
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Zur Zeit keine Belegung möglich
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Termin:
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Dienstag
14:00
-
16:00
wöch.
Maximal 20 Teilnehmer/-in
Beginn : 14.04.2026
Ende : 21.07.2026
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Raum :
LC 140
LC
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| Kommentar: |
In den letzten Jahrzehnten unterlagen Familienstrukturen und Rollenbilder einem tiefgreifenden Wandel. Während die Soziologie diesen Wandel meist als Anpassung an moderne Lebensbedingungen beschreibt, interpretieren verschiedene Akteure ihn als Bedrohung einer "natürlichen Ordnung". Dieses Seminar untersucht das Spannungsfeld zwischen soziologischen Realitäten und deren ideologischer Instrumentalisierung. Ausgangspunkt sind die Veränderungen durch die Second Demographic Transition (z.B. Lesthaeghe). An diese knüpft die Argumentation von Goldscheider et al. an, nach der die Veränderungen in den Beziehungsdynamiken im privaten wie im öffentlichen Raum Teil einer umfassenden Gender Revolution sind. Im Vordergrund steht die Frage, warum der Wandel im Privaten ("Second Half of the Revolution") oft stagniert. Hierfür wird auf verschiedene zentrale Konzepte und empirische Arbeiten eingegangen. Um die Persistenz traditioneller Rollenbilder zu fassen, werden klassische familienökonomische Ansätze (insbesondere Becker) erarbeitet und kritisch beleuchtet:
- Fördert Spezialisierung wirklich die Effizienz oder zementiert sie vor allem Machtasymmetrien?
- Welche ökonomischen Risiken (z. B. Humankapitalverlust) entstehen durch die traditionelle Arbeitsteilung?
- Inwiefern stützen staatliche Rahmenbedingungen diese rationalen Entscheidungen?
Außerdem wird im Seminar analysiert, wie verschiedene politische Strömungen an diese soziologischen Bruchstellen anknüpfen. Neben der Ästhetisierung traditioneller Rollenbilder steht die Politisierung der "natürlichen Ordnung" im privaten Raum im Vordergrund. Studierende lernen hierbei, familiensoziologische Theorien kritisch anzuwenden und zu erkennen, inwieweit wissenschaftliche Diskurse über Demografie und Ökonomie extremistisch umgedeutet werden. Um dem zu begegnen, ist die Betrachtung empirischer Arbeiten (sowohl quantitativer wie qualitativer Art) unabdingbar.
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| Literatur: |
- Goldscheider, F., Bernhardt, E., & Lappegård, T. (2015). The Gender Revolution: A Framework for Understanding Changing Family and Demographic Behavior. Population and Development Review, 41(2), 207–239. https://doi.org/10.1111/j.1728-4457.2015.00045.x
- Hochschild, A. R., & Machung, A. (2012). The second shift: Working families and the revolution at home. Penguin Books.
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Lesthaeghe, R. (2010). The unfolding story of the second demographic transition. Population and Development Review, 36(2), 211–251. https://doi.org/10.1111/j.1728-4457.2010.00328.x
- Miller-Idriss, C. (2025). Man up: The new misogyny and the rise of violent extremism. Princeton University Press.
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| Bemerkung: |
Die Teilnahme an der ersten Sitzung ist Voraussetzung für eine Teilnahme am Kurs.
Englischer Titel der Veranstaltung: The "Natural" Order: Role Ideals in Family Sociology and Extremist Discourse |
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| Leistungsnachweis: |
- Erbringen einer unbenoteten Seminarleistung (Referat)
- Möglichkeit die mündliche Prüfung als Prüfungsleistung des Moduls abzulegen; die mündlichen Prüfungen finden in der letzten Vorlesungswoche (voraussichtlich am 21.07.2026) statt.
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