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Die Veranstaltung wurde 1 mal im Vorlesungsverzeichnis SoSe 2026 gefunden:
  • Funktionen:
Demokratie und Partizipation im politischen System der Europäischen Union    Sprache: Deutsch    Belegpflicht
(Keine Nummer) Seminar     SoSe 2026     jedes 2. Semester    
   Fakultät: Gesellschaftswissenschaften    
   Teilnehmer/-in  erwartet : 30   Maximal : 35  
 
   Zugeordnete Lehrperson:   Hoppe
 
 
Zur Zeit keine Belegung möglich
   Termin: Donnerstag   12:00  -  16:00    14-tgl.
Beginn : 16.04.2026   
      Raum :   R11 T07 C73   R11T  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 30.04.2026    Ende : 30.04.2026
      Raum :   T03 R02 D81   T03R  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 28.05.2026    Ende : 28.05.2026
      Raum :   T03 R02 D81   T03R  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 11.06.2026    Ende : 11.06.2026
      Raum :   V15 S05 D97   V15S  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 25.06.2026    Ende : 25.06.2026
      Raum :   V15 S04 C28   V15S  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 09.07.2026    Ende : 09.07.2026
      Raum :   T03 R02 D81   T03R  
  Donnerstag   12:00  -  16:00    EinzelT
Beginn : 23.07.2026    Ende : 23.07.2026
      Raum :   T03 R02 D81   T03R  
 
 
   Kommentar:

Die Europäische Union ist das wohl anspruchsvollste demokratische Experiment der Moderne: Über 400 Millionen Bürger:innen sollen in einem politischen System mitregieren, das weder ein klassischer Nationalstaat noch eine bloße internationale Organisation ist. Daher stellt sich bei der EU im Besonderen die Frage, wie demokratische Prozesse funktionieren und auf welchen Wegen Bürger:innen am politischen Prozess teilnehmen können. 

Dieses Seminar nähert sich dieser Frage auf zwei Ebenen gleichzeitig. Auf der politikwissenschaftlichen Ebene lernen Studierende, wie man ein komplexes politisches Phänomen systematisch analysiert. Wir beschäftigen uns zuerst mit der Rolle von Theorien im wissenschaftlichen Arbeiten und dr Entwicklung einer Forschungsfrage, dann mit der Auswahl einer angemessen Methodik und der Eintwicklung eines Forschungsdesigns. Inhaltlich fokussieren wir dabei Demokratie- und Partizipationstheorien sowie empirische Partizipationsmuster in der Europäischen Union. So werden Studierende in die Lage versetzt, eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit zu verfassen.

Auf der fachdidaktischen Ebene denken wir die Frage mit: Was bedeutet das alles für den Beruf als Lehrkraft? Aktuelle Studien zeigen, dass es in der politischen Bildung in Schulen, besonders mit Blick auf die Europäische Union, dringenden Nachholbedarf gibt. Welche Einstellungen und Perspektiven zur demokratischen Beteiligung auf europäischer Ebene gibt es unter Schüler:innen? Wie erklärt man ihnen, warum Europawahlen und Partizipation generell wichtig sind? Wie weckt man Interesse an einer politischen Ebene, die vielen weit weg erscheint? Und wie bildet man junge Menschen zu mündigen, partizipationsfähigen EU-Bürger:innen aus?

Diese Perspektive auf die Zukunft als Lehrer:in ist dabei nicht gelegentliches Beiwerk, sondern fester Bestandteil des Kurses und findet sich in vielen Seminarsitzungen wieder. 

 

 

 

 
   Bemerkung:

Das Seminar findet zweiwöchentlich für dreieinhalb Stunden (12:15-15:45) statt. 

 
   Leistungsnachweis:

Die regelmäßige Anwesenheit und aktive Teilnahme ist essentiell für den Lernerfolg in diesem Kurs und wird voraussgesetzt. Wir erarbeiten uns die Inhalte während des Seminars selbst. Eine ausführliche Dokumentation, etwa durch detaillierte Foliensätze, wird es nur in Ausnahmefällen geben. 

 

Die Prüfungsleistung ist eine Projektarbeit (15 Seiten) in Gruppen. Studierende haben die Wahl zwischen zwei Formaten der Projektarbeit: einer klassischen politikwissenschaftlichen Analyse oder einer empirisch-didaktischen Untersuchung mit schulpraktischem Bezug. An beide Projektarten sind dieselben wissenschaftlichen Anforderungen gestellt, sie unterscheiden sich also nur im Gegenstand, nicht im Anspruch. Die Projektarbeit begleitet das Seminar dabei von Anfang an: Bereits ab der zweiten Sitzung beginnen die Studierenden, an ihrer eigenen Fragestellung zu arbeiten, und entwickeln sie Schritt für Schritt weiter.